gemeinsam stark

Das neue Kartoffelnetz ist elektronisch

26. April 2018

Foto: Landvolk

L P D - Für die gute alte Kartoffel setzt die Kartoffelmarketinggesellschaft (KMG) vorrangig auf elektronische Plattformen und Social Media. Seit zwei Jahren gibt es die Gesellschaft. In Hannover zogen die Verantwortlichen ein Resümee über die ersten beiden Jahre ihrer Tätigkeit. Insgesamt wurden in dieser Zeit unter www.die-kartoffel.de oder www.facebook.com/Die Kartoffel 28 Mio. Zugriffe auf die dort angebotenen Inhalte rund um die Kartoffel gezählt. Davon entfielen 65 Prozent auf Facebook, dem in der Zielgruppe noch immer am weitesten verbreiteten Dienst. Aber auch google-Anzeigen, Instagram oder die so genannten „influencer“, wie Koch- und Gesundheitsblogger, gewinnen an Bedeutung.  Bislang hat sich eindeutig herauskristallisiert, dass rund um die Kartoffel Themen kommuniziert werden können, die in der genannten Zielgruppe ankommen und „geliked“ oder geteilt werden. Deshalb möchte der Marketingbeirat der KMG die Erzeuger und Verbraucher noch direkter in einen Zusammenhang zur Kartoffel zu stellen, um die neue Matrix auszuschöpfen. Innerhalb von Sekunden entscheiden Smartphone- und auch Facebooknutzer, ob sie sich von einer Information angesprochen fühlen und ob sie diese „wegklicken“ oder weiter verfolgen. Um letzteres zu erreichen, müssen emotionale Botschaften vermittelt werden, es muss „menscheln“. „Wir wollen aber auch ehrlich und authentisch bleiben“, sagen unisono die Sprecher des Marketingbeirates, Martin Roffhack vom Deutschen Kartoffelhandelsverband, Werner Bosse vom Landvolk Niedersachsen  und Joachim Hasberg als Vertreter der Erzeugergemeinschaften.

Zugleich erweitert der Marketingbeirat das Programm und will Printmedien schrittweise stärker einbeziehen. Dieser Part wurde einer professionellen Agentur übertragen, die den Publikumszeitschriften Themen zu und über die Speisekartoffel anbietet. Dabei sollen aktuelle Trends wie Kochen, Ernährung und Wellness genutzt werden. Es wurden die stark nachgefragten Rezeptkreationen überarbeitet und modernisiert. Zudem sollen vermehrt Materialen wie Broschüren, Rezepthefte und Werbeträger hergestellt werden, damit sie den Erzeugern z.B. für ihre Hoffeste zur Verfügung stehen. Die KMG ist eine Werbepartnerschaft der Erzeuger und Abpackbetriebe. Landvolk Niedersachsen, Deutscher Kartoffelhandelsverband und die Bundesvereinigung der Kartoffelerzeugergemeinschaften bilden in ehrenamtlicher Tätigkeit den Organisationsrahmen. Die Hauptaufgabe besteht darin, das Image der deutschen Speisekartoffel zu stärken. In einer kleinen Geschäftsstelle mit dem Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung Thomas Herkenrath und Geschäftsführer Dieter Tepel laufen die Fäden zusammen. Finanziert werden die beschlossenen Marketingmaßnahmen aus Beiträgen von Erzeugern und Abpackbetrieben mit je 0,25 Euro je abgepackter Tonne Speisekartoffeln. (LPD 32/2018)

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