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Für die Maisaussaat muss alles passen

23. April 2018

Foto: Landpixel

L P D - Aus den kleinen gelben Maiskörnern können in nur fünf Monaten über drei Meter große Pflanzen werden. Sie bilden mit ihren Stängeln und Kolben reichlich Biomasse, Stärke und Eiweiß, die Landwirte an Kühe, Schweine oder in Biogasanlagen verfüttern. Bis dahin muss allerdings alles passen, von der Aussaat bis zur Silierung, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Je früher der Mais ausgesät wird, desto besser kann er die gesamte Vegetationsperiode ausnutzen. Der Boden sollte sich bereits auf acht bis zehn Grad Celsius erwärmt haben, damit die Saat zügig und gleichmäßig keimt und sich gut entwickelt. Sind die Temperaturen unbeständig, weil zu früh gesät wurde, können Nährstoffaufnahme und Wurzelwachstum gehemmt werden. Ein weit verzweigtes Wurzelsystem ist entscheidend für die Standfestigkeit und die Nährstoff- und Wasserversorgung der Pflanzen. Je nach Standort wird der Mais zwischen Mitte April und Mitte Mai ausgesät. Für einen guten Start in die Vegetationsperiode braucht der Mais Nährstoffe, die er über die direkte Gülle- oder Gärsubstratausbringung zur Aussaat geliefert bekommt. Mais kann die Nährstoffe besonders effizient nutzen und wächst im Sommer bis zu 15 Zentimeter am Tag.

Die Mais-Anbaufläche ist leicht rückläufig, die Gründe dafür sind vielfältig. Während der Tiefpreisphase für Milch haben viele Landwirte ihre Tierbestände abgestockt oder die Milchviehhaltung aufgegeben. Biogasanlagenbetreiber sind ständig auf der Suche nach Alternativen zum Mais, mit denen sie ihren Anbau vielfältiger gestalten. Außerdem waren regional gute Ernten vorausgegangen und die Siloplatten noch gut gefüllt. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Niedersachsen auf 494.000 Hektar Silomais der insgesamt 1,9 Mio. Hektar Ackerfläche angebaut. Hinzu kommen rund 75.000 Hektar Körnermais, vorwiegend für die Schweinefütterung oder zur Lebensmittelherstellung. 2016 waren es noch 525.000 Hektar Silomais in Niedersachsen. Deutschlandweit wuchs Silo- und Körnermais 2017 auf rund 2,6 Mio. Hektar, davon 2,09 Mio. Hektar Silomais und 430.600 Hektar Körnermais. Rund zwei Drittel der Fläche dient als Silo- oder Körnermais der Fütterung von Rindern oder Schweinen und etwas mehr als ein Drittel wird für die Biogaserzeugung genutzt, meldet die Fachagentur nachwachsende Rohstoffe (FNR). (LPD 31/2018)

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