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Pflanzenschutz? Aber sicher!

22. Februar 2018

Foto: Landvolk

L P D - Im Pflanzenschutz überlassen die Landwirte nichts dem Zufall. Die Notwendigkeit der Maßnahme auf dem Acker wird anhand zahlreicher Faktoren ermittelt, auf bestmögliche Witterung gewartet und die Aufwandmenge exakt bestimmt. Nach all diesen Überlegungen müssen sich die Landwirte darauf verlassen können, dass die Technik optimal funktioniert und die Pflanzenschutzspritze auch genau die geplante Menge auf dem Acker ausbringt, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Dazu brauchen die Pflanzenschutzspritzen besonders intensive Pflege. Regelmäßige Reinigung von innen und außen ist grundsätzlich Pflicht, zudem müssen Düsen, Schlauchverbindungen und Dichtungen überprüft werden, damit nichts tropft.

Alle drei Jahre stellen die Landwirte ihre Pflanzenschutzgeräte in einer der niedersachsenweit 150 Kontrollwerkstätten vor. Dort durchlaufen sie die Feldspritzen-Prüfung, auch Spritzen-TÜV genannt. Neben der Dichtigkeit testen die Prüfer die Anhänge- oder Anbaugeräte und Selbstfahrer auf Verkehrs- und Betriebssicherheit. Kleinere technische Mängel können direkt vor Ort behoben werden, stehen größere Reparaturen an, haben die Landwirte sechs Monate Zeit, diese zu beheben und das Gerät erneut vorzustellen. Die Spritzen-TÜV kostet zwischen 150 und 300 Euro. Nach bestandener Prüfung wird eine Plakette am Gerät angebracht, die den technisch einwandfreien Zustand belegt. Eine fehlende Plakette wird bei einer Cross-Compliance-Kontrolle des Betriebes mit einem Bußgeld oder einer Prämienkürzung geahndet.

Die Technik ist aber auch immer nur so gut wie der Anwender, daher müssen auch die Landwirte und die Angestellten auf den landwirtschaftlichen Betrieben alle drei Jahre an einer anerkannten Schulung teilnehmen. Seit 2013 ist der Pflanzenschutz-Sachkundenachweis Pflicht für alle Anwender und Händler, der seine Gültigkeit nur bei regelmäßigen Fortbildungen behält. Angeboten werden diese Fortbildungen beispielsweise von der Landwirtschaftskammer oder vom Pflanzenschutzamt. Die meisten Landwirte nehmen sich während der Wintermonate aber ohnehin die Zeit, diese Schulungen jährlich zu besuchen. Pflanzenschutzmittel werden ständig weiterentwickelt, neue Versuchsergebnisse können auf den Betrieben zu Mittel- und somit zu Kostenersparnis und besseren Erträgen führen. (LPD 15/2018)

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