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Mischfette stärker gefragt

22. Februar 2018

Foto: Landvolk

L P D - Die deutschen Verbraucher haben im vergangenen Jahr auf steigende Preise für Milchprodukte mit zum Teil deutlichen Kaufänderungen reagiert. In erster Linie wurde nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes Butter teurer. Ein knappes Angebot an Milchfett traf auf den Trend zu höheren Fettgehalten, damit stiegen die Preise. Die Butter als wichtigstes Milchfett wurde nach Beobachtungen der Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) in Bonn in nicht unerheblichem Maße durch Mischstreichfette ersetzt. Die Nachfrage nach diesen Produkten stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr um genau 30 Prozent, wobei die Streichfette in der Verbrauchergunst ohnehin zulegen. Sie verdrängten aber auch die Butter aus den Einkaufskörben, die Nachfrage sank um acht Prozent. Allerdings entschieden sich die Verbraucher damit auch für eine Alternative im höheren Preissegment, die zudem einen hohen Anteil an Milchfett enthält. Bei den Mischstreichfetten erhält der Verbraucher einen hohen Mehrwert, sie kombinieren das hohe Gesundheitsimage der Butter mit der besseren Streichfähigkeit der Pflanzenfette. Zudem ist nach Angaben von Marktbeobachtern in China ein neuer Markt für Butter und auch für Sahne entstanden. In der Folge hat sich das Butterangebot am Weltmarkt für die angestammten Abnehmer verringert. Auslöser für den starken Preisanstieg bei Butter 2017 in Deutschland und der EU dürfte der Produktionsrückgang seit Herbst 2016 gewesen sein, der zu einer Angebotsverknappung geführt hat.

Der Butterpreis war im Herbst auf einen Wert von 1,99 Euro je 250-Gramm-Päckchen für Markenbutter im Preiseinstiegssegment gestiegen. Inzwischen ist der Preis in mehreren Stufen wieder gesunken und lag im Februar bei 1,20 Euro je 250-Gramm-Stück. Am internationalen Milchmarkt hat sich der Abwärtstrend mittlerweile wieder gedreht. Auch die Milchbauern hierzulande setzen daher auf ein Ende des Abwärtstrends und wieder anziehende Preise. Nach den heftigen Turbulenzen mit sehr niedrigen Preisen in der jüngsten Vergangenheit benötigen die Milcherzeuger dringend eine längere Phase stabiler Preise. (LPD 15/2018)

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