Spargelsaison traditionell am Johannistag beendet
25. Juni 2012
L P D
- Mit dem
Johannistag ist traditionell am 24. Juni die diesjährige Spargelsaison zu Ende
gegangen. Spargelfans, die nicht genug von dem weißen Edelgemüse bekommen können,
dürften ebenso wenig auf ihre Kosten gekommen sein wie die Spargelanbauer. Der
Vorsitzende der Vereinigung der Spargelanbauer in Niedersachsen, Dietrich Paul,
sagte gegenüber dem Landvolk-Pressedienst: „Wir hatten viel kaltes Wetter und
lediglich eine warme Woche zu Pfingsten – das war deutlich zu wenig.“ Die Ernte
sei in diesem Jahr seiner Einschätzung nach etwa 20 Prozent geringer
ausgefallen als im Vorjahr. Das erklärt auch den höheren Preis: Im kalten April
mussten Verbraucher über sieben Euro für ein Kilo der zarten Stangen zahlen. Im
Vorjahr waren die Preise dank einer Rekordernte deutlich niedriger gewesen. Nicht
nur die geringere Ernte trübt die Bilanz der Spargelanbauer. Die weit
verbreitete Folienabdeckung ließ den Spargel zum Saisonauftakt zu schnell
sprießen, die Spätfröste verhinderten aber eine Erwärmung des Bodens nicht zu.
Die Folge waren allzu oft hohle Spargelstangen. An manchen Standorten habe bis
zu 80 Prozent des Spargels mit diesem Phänomen reagiert. Die Verbraucher ließen
sich nach Aussage von Paul weder davon noch vom höheren Preis abschrecken. Im
Gegenteil: Trotz des hohen Preises haben die Erzeuger eine hohe Nachfrage registriert. (LPD 46/2012)