Landvolk Presse Dienst

Mais leidet stark unter Trockenheit

29. Juli 2010

L P D - Niedersachsens Maisbestände geben zurzeit ein katastrophales Bild ab. Nach einer Umfrage des Landvolkes Niedersachsen hat der Mais noch stärker als das Getreide unter der sommerlichen Trockenheit gelitten. Vor allem auf den leichteren Böden im Norden des Landes ist der Anteil sehr schlechter Bestände sehr hoch. Viele Bauern werden im Herbst weniger als die Hälfte eines normalen Ertrages ernten können. Kümmernde, kaum mehr als kniehohe Pflanzen, eingerollte Blätter und braune Blattspitzen sind deutliche Anzeichen des Wassermangels. Zudem sind die Bestände selbst innerhalb eines Schlages sehr ungleich entwickelt. Wo aber genügend Wasser verfügbar war, sei es durch Beregnung oder auf den besseren Böden Südniedersachsens, hat dem Mais die Wärme gut getan. Dort ist er gut gewachsen. Kommende Regenfälle können die Einbußen durch die Trockenheit nicht mehr ausgleichen, auch wenn sich die Bestände noch etwas erholen werden. Nachdem bereits der zweite Grünlandschnitt durch die Trockenheit meist geringere Erträge lieferte, sind viele Rinder haltende Betriebe für den Winter nur knapp mit Futter versorgt, sie müssen die Lücke nun mit anderen Futtermitteln schließen. Aber auch Betreiber von Biogasanlagen sorgen sich um ihren Rohstoff. Weil die Maisernte deutlich kleiner ausfallen wird, kaufen sie bereits in größerem Umfang Getreide zu. (LPD 29/2010)

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