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Frische Primeln bringen Farbe in den grauen Januar

25. Januar 2018


L P D - „Primeln in leuchtenden Farben gehen zu dieser Jahreszeit am besten“, weiß Sabine Fiene. Sie leitet mit ihrer Schwester Susanne Thieße die Gärtnerei Thieße GbR in Rodewald im Landkreis Nienburg. Sie ist aber auch immer auf der Suche nach neuen Formen und Farben und hofft, bei der Bestellung der Jungpflanzen den richtigen Riecher für das zu haben, was die Kunden sich etwa ein Jahr später wünschen. Während in den Freilandkulturen noch Winterruhe herrscht, laufen die Arbeiten in den Gewächshäusern in Niedersachsen auf Hochtouren, schreibt der Landvolk-Pressedienst. In Rodewald gehen in diesem Jahr 87.000 Primeln über den Tisch. Getopft wurden sie bereits im vergangenen Spätsommer in zwei Sätzen, um den Verkaufstermin zu variieren. Der erste Satz blühte schon kurz nach Weihnachten und ist bereits verkauft, der zweite wird ab Ende Januar in den Gartencentern und Geschäften der Region angeboten.

„Das Wetter im vergangenen Jahr war schrecklich, und es geht 2018 leider genauso weiter“, sagt Sabine Fiene und wünscht sich mehr Sonne für ihre Pflanzen. Auch in den Gewächshäusern macht sich das Wetter bemerkbar. Andererseits ist sie froh, dass es nicht so kalt ist. „Der Verkauf läuft so lange gut, wie die Kunden die Frühlingsboten nach draußen stellen können. Sobald es friert, merken wir das bei der Nachfrage“, erklärt Fiene. Primeln eignen sich auch für die Innendekoration, wenn es in den Zimmern nicht zu warm ist. Fiene empfiehlt für eine lange Haltbarkeit, beim Einkauf auf Regionalität und kurze Wege zu achten. Schließlich haben die niedersächsischen Gartenbaubetriebe zu jeder Jahreszeit und jeden Garten, Balkon und jede Terrasse das Passende im Angebot. Die Nachfrage beim Einzelhandel nach der Herkunft der Pflanzen lohnt auf jeden Fall. In der Gärtnerei Thieße steht bereits der nächste Saisonartikel kurz vor der Blüte. Ab Ende Februar warten 100.000 Stiefmütterchen auf ihren Umzug in den Garten und auf den Balkon.

In Niedersachsen haben sich 337 Betriebe dem Zierpflanzenanbau verschrieben und produzieren Zimmer-, Beet- und Balkonpflanzen, Stauden, Sämereien und Blumenzwiebeln auf 658 Hektar, darunter 449 Hektar Freilandfläche und 209 Hektar in Gewächshäusern oder unter anderen Schutzabdeckungen. Bei der Verteilung auf die unzähligen Zierpflanzenarten setzen die Betriebe laut einer Umfrage des Landesamtes für Statistik aus dem vergangenen Jahr vor allem auf Staudengewächse und haben rund 291 Mio. Stück produziert. Für das Frühjahr haben die niedersächsischen Gärtner 2017 rund 63 Mio. Violen (Stiefmütterchen und Veilchen) sowie rund 12,8 Mio. Primeln getopft. (LPD 7/2018)

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