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Landkreis Stade bleibt Niedersachsens Apfelmekka

25. Januar 2018

Foto: Landvolk

L P D - Der Landkreis Stade bleibt in Niedersachsen das Mekka des Obstanbaues. Der an die Metropolregion Hamburg angrenzende Landkreis weist die meisten Obsthöfe Niedersachsens aus. 565 Obsthöfe ermittelte nach Mitteilung des Landvolk Pressedienstes die Baumobsterhebung 2017 für die Niederelberegion. 404 dieser Höfe sind im Landkreis Stade beheimatet, 105 in Hamburg und 30 beziehungsweise 26 in den Landkreisen Cuxhaven und Harburg. Gegenüber der Vorläufererhebung im Jahr 2012 hat sich die Zahl der Höfe um120 verringert, im langjährigen Vergleich zu 1992 schieden mehr als 1.000 Obstbauern aus der Erzeugung aus, allerdings hat sich der Rückgang etwas verlangsamt. Die bewirtschaftete Fläche dagegen ist über den gesamten Zeitraum betrachtet fast konstant geblieben. Sie lag 1992 bei 10.235 ha, sank 2002 auf einen Tiefstand mit 8.211 ha und hat sich seitdem wieder sukzessive auf aktuell 10.063 ha erhöht. Ein durchschnittlicher Obsthof verfügt damit heute über mehr als 20 ha. 69 Obsthöfe wirtschaften auf 1.456 ha nach ökologischen Kriterien, ihr Anteil ist im Vergleich zur Landwirtschaft mit 14 Prozent recht hoch. Mehr als 20 Millionen Obstbäume machen die Niederelbe zum größten geschlossenen Obstanbaugebiet Nordeuropas.

Eindeutig erkennbar ist an den Daten dieser Spezialerhebung der Trend zum Apfelanbau. So ist die Sauerkirsche, auch 1992 nur auf 6,9 Prozent der Gesamtfläche angebaut, an der Niederelbe fast vollständig verschwunden. Die Erlöse stellten die Obstbauern nicht zufrieden. Dafür wurden mehr Apfelbäume gepflanzt, das Kernobst nimmt mittlerweile fast 90 Prozent der Obstanbaufläche ein und gilt damit zu Recht als „Brotfrucht“ der Altländer Obstbauern. Die Anbauer haben zudem den Wünschen der Verbraucher entsprechend die feinsäuerlichen, kräftig gefärbten Sorten wie Elstar oder aus der Jonagold-Gruppe  mit Jonagored, Jonagold, Red Prince oder Jonaprince ausgeweitet. Jeder dritte Apfelbaum trägt Elstar, jeder vierte einen der Jonagold-Gruppe. Auch Braeburn hat sich an der Niederelbe etabliert, während die traditionellen Gebietssorten wie Gloster, Cox Orange, Ingrid Marie oder Golden Delicious jeweils nur noch Anteile von unter 0,5 Prozent aufweisen. Aber auch die neuen sogenannten Clubsorten mit Äpfeln namens Kanzi, Rubens oder Junami weisen erst geringe Flächenanteile aus, bieten den Obstbauern aber eine hohe Wertschöpfung. (LPD 7/2018)

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