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Stiftung Kulturlandpflege übergibt Auszeichnung

27. November 2017

ZJEN Präsident Heiner Ehlen (links) überreicht Johann Högemann (rechts) den Stiftungspreis des Jahres Foto: ZJEN

L P D - Für Johann Högemann zählt das Engagement in Sachen Natur- und Artenschutz einfach dazu. Der im Emsland lebende ehemalige Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen galt schon immer als Naturliebhaber, als Rentner hat er dabei noch einmal richtig Gas gegeben. Sein besonderes Engagement zur Wildrettung würdigte Präsident Hans-Heinrich Ehlen für die Stiftung Kulturlandpflege jetzt als Projekt des Jahres 2017. Dank Johann Högemann wurden von der Jägerschaft Lingen mehr als 500 akustische Signalgeber an Mähwerken angebaut, um mit ihrem Piepton höchst effektiv in den Wiesen lebende Tiere in Fluchtbereitschaft zu versetzen. Diese Signalgeber ergänzen optische und akustische Geräte, die bereits am Abend vor dem Grasmähen in den Wiesen installiert werden. „Zur Jagd gehört auch die Hege“, zitiert Ehlen ein von Johann Högemann formuliertes Motto. Er sei mit seinen Ideen bei den Landwirten stets gut angekommen, weil er als ehemaliger Mitarbeiter der Landwirtschatskammer Niedersachsen deren Sprache pflege und auch die ökonomischen Auswirkungen ökologischer Maßnahmen im Blick habe. Mit diesem Anspruch hat der Agraringenieur auch für Blühmischungen geworben und mit deren Nutzung als „Energie aus Wildpflanzen“ in Biogasanlagen einen ökonomischen Wert generiert. Eine ein Hektar umfassende Blühfläche könne schon bei einem Zuschuss in Höhe von 300 bis 400 Euro mit einem Hektar Energiemais mithalten, hat Högemann ausgerechnet. Ehlen würdigte den Obmann für Naturschutz bei der Jägerschaft Lingen als herausgehobenen Botschafter für biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft. Die Stiftung Kulturlandpflege würdigt mit dem Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen alljährlich Initiativen zur Verbesserung von Natur und Landwirtschaft und möchte diese mit der Preisvergabe in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. (LPD 88/2017)

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