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Ab dem Martinstag gibt es Gänsebraten

06. November 2017

Foto: Landvolk

L P D - Niedersachsen ist Gänseland, 39 Prozent der 330.000 in Deutschland gehaltenen Gänse wurden 2016 hier gemästet, berichtet der Landvolk-Pressedienst. Ein weiteres Viertel der Tiere lebte in Bayern. Im Frühsommer haben die Landwirte die wenige Tage alten Küken bereits aufgestallt, damit sie der Nachfrage entsprechend entweder rund um den Martinstag am 11. November oder zu den Weihnachtsfeiertagen geschlachtet werden können. Je nach Rasse haben die Tiere dann ein Gewicht von sechs bis acht Kilo oder ein Schlachtgewicht von 3,5 bis 4,5 Kilo. So ein Festtagsbraten reicht für sechs bis acht Personen.

Der Pro-Kopf-Verbrauch für Gänsefleisch beträgt in Deutschland etwa 400 Gramm pro Jahr, der Selbstversorgungsgrad liegt aber nur bei 13,7 Prozent. Von den 2016 nachgefragten 37.000 t Gänsefleisch erzeugten die heimischen Mäster gerade einmal 5.100 t, meldet das Statistische Bundesamt. In den Tiefkühltruhen der großen Supermärkte und Discounter liegen rechtzeitig zum Martinstag und zu Weihnachten Gänse aus Osteuropa, vor allem aus Polen. Diese Produkte werden günstiger angeboten als die vom Bauern nebenan. Doch die Nachfrage nach regionalen Gänsen und Gänseprodukten ist ungebrochen, die Kunden wissen die hervorragende Qualität und die guten Haltungsbedingungen auf den niedersächsischen Höfen zu schätzen. Die Mäster empfehlen daher, den Festtagsbraten aus heimischer Erzeugung rechtzeitig vorzubestellen.

Gänse, die unter der Bezeichnung „aus bäuerlicher Freilandhaltung“ vermarktet werden, müssen ausreichend Grünauslauf gekommen. Mindestens 15 Quadratmeter je Tier sind Vorgabe. Haben die Tiere ausreichend Weide zur Verfügung, können sie davon ihren Proteinbedarf decken und brauchen nur etwas zusätzliches Getreide. Die niedersächsischen Direktvermarkter informieren gern über ihre Arbeit, viele stellen sich und ihre Höfe auf ihrer eigenen Homepage vor. Sie geben zudem Tipps für die Lagerung und Zubereitung. Eine Zusammenstellung der Hofläden kann auf der Seite www.service-vom-hof.de abgefragt werden. (LPD 82/2017)

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