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Hilse ruft Bäuerinnen und Bauern zur Wahl auf

14. September 2017

Foto: Landvolk

L P D – Landvolkpräsident Werner Hilse ruft Bäuerinnen und Bauern in der Fachzeitschrift Land & Forst zur Wahl auf. Politisch spannende Wochen stünden den Niedersachsen bevor: Am 24. September werde über die Zusammensetzung des neuen Bundestages entschieden, am 15. Oktober fände die vorgezogenen Landtagswahlen in Niedersachsen statt, schreibt er. Wenngleich agrarpolitische Themen heute vorrangig in Europa entschieden würden, so dürfe der Einfluss der Bundes- und Landespolitiker nicht unterschätzt werden. Sie bereiteten die Beschlüsse des Agrarrates vor und setzten die Entscheidungen um. Dies treffe auch für die vielen EU-Gesetze zum Tier-, Umwelt-, Natur- oder Verbraucherschutz zu. „Sehen Sie sich die Programme der Parteien zu diesen und allen weiteren politischen Themen an, prüfen Sie die Aussagen der Kandidatinnen und Kandidaten und treffen Sie eine selbstbewusste und souveräne Wahl“, formuliert Hilse.

Immer wieder höre er aktuell bei landwirtschaftlichen Veranstaltungen, die Politik schreibe den Landwirten zu viel vor. Das Landvolk Niedersachsen gebe diese Einschätzung, auch über den Deutschen Bauernverband, an die Abgeordneten des Bundes- und Landtages weiter. Im Gespräch mit der Bundes- und Landesregierung trage der Verband die Kritik an Gesetzesinitiativen vor und rege zugleich Verbesserungen an. Unterstützt werde er dabei von den Kreisverbänden, die den Parlamentariern vor Ort ganz konkret die Auswirkungen und Folgen der Politik für die Höfe und deren Familien vor Augen führen. Solche Aussprachen, verbunden mit Hofbesuchen, seien eine wichtige Grundlage für die fachliche Expertise parlamentarischer Entscheidungen geworden.

Die Gesellschaft ist mit ihren Meinungen und Äußerungen nach Einschätzung des Präsidenten sehr schnelllebig geworden, Bäuerinnen und Bauern dagegen dächten weiter in Generationen: „Umso wichtiger ist für uns das gesellschaftliche und politische Umfeld geworden“. Landwirte sollten sich nicht von der Gleichgültigkeit gegenüber der politischen Entscheidungsfindung hinreißen lassen und die Versprechen extremer Gruppierungen sehr genau prüfen, empfiehlt Hilse. Nicht jedes Wahlversprechen werde sich tatsächlich umsetzen lassen, Realitätssinn bleibe gefragt. Bäuerinnen und Bauern sollten sowohl am 24. September wie auch am 15. Oktober von ihren demokratischen Grundrechten Gebrauch machen: „Stimmen Sie bei den anstehenden Wahlen, gegebenenfalls auch mit Briefwahl, ab. Unsere Demokratie lebt vom Engagement jedes Einzelnen und von denen, die unsere Interessen in den Parlamente vertreten!" (LPD 69/2017)

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