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Der Herbst schmeckt nach Kürbis

14. September 2017

Foto: Landvolk

L P D -  Immer mehr Landwirte entdecken den Kürbis als zusätzliches Angebot im Hofladen oder auf dem Wochenmarkt. In den vergangenen Jahren haben die niedersächsischen Bauern nach Angaben des Landvolk- Pressediensts etwa 200 ha pro Jahr angebaut. Die Ernteergebnisse schwanken stark mit der Witterung und den Sortentrends. Der Ertrag liegt etwa zwischen 180 und 280 Dezitonnen je Hektar. Das pflegeleichte Gemüse darf im Herbst bei keiner Deko und auf keinem Esstisch fehlen. Raffinierte Rezepte mit Butternut, Bischofsmütze, Dumpling und Co. ausprobieren und Kürbislaternen aus dem orangfarbenen Zentnerkürbis schnitzen, gehört auch in Deutschland inzwischen zur herbstlichen Tradition. Während der Blüte im Juli hat der Regen den Kürbisspflanzen zugesetzt, daher erwarten die Anbauer eine etwas geringere Ernte. „Genauso wie die Witterung ist auch die Abreife regional sehr unterschiedlich, zudem reagiert jede Sorte anders auf Sonne und Regen“, schildert Erich Klug. Der Anbauberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hofft nun auf ein paar schöne Tage zur Erntezeit: „In einer trockenen Phase können die Kürbisse schön abreifen“, sagt Klug. Trocken geerntet seien die Früchte auch am besten lagerfähig.

Das Angebot an Kürbissen ist riesig. Jeder Supermarkt und jeder Discounter wirbt mittlerweile mit zahlreichen Sorten. Kürbisse frisch vom Feld oder sogar zum selber Ernten sowie die Beratung zu Lagerung und Verarbeitung bekommen die Kunden direkt vom Bauern im Hofladen oder auf dem Bauern- oder Wochenmarkt. Klug empfiehlt, beim Einkauf auf den Stilansatz achten. Ist dieser richtig ausgehärtet, ist der Kürbis auch reif und lagerfähig. Anhand der Größe oder Farbe ist die Reife auf Grund der Sortenvielfalt nicht zu erkennen. Infos zur Direktvermarktung mit Umkreissuche nach dem Anbauer vor Ort finden Kürbisfans auf www.service-vom-hof.de. Natürlich können die Speise- und Zierkürbisse auch im eigenen Garten angebaut werden. In den Zierkürbissen sind allerdings giftige Cucurbitazine enthalten. Sie sollten deshalb nicht gegessen werden. Aus den Speisekürbissen wurden diese Bitterstoffe herausgezüchtet. Es kann passieren, dass sich im Freiland Wildsorten bilden. Die Kerne der geernteten Kürbisse erneut als Saatgut zu verwenden, ist deshalb Tabu. Frische Samen, garantiert ohne Bitterstoffe, sind günstig und überall erhältlich. (LPD 69/2017)

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