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Gute Jobs gibt's auch auf dem Land

21. August 2017

Foto: Landvolk

L P D - Auf dem Land gibt es mehr Beschäftigte in sogenannten wissensintensiven Industrien als in den Städten. Nach Mitteilung des Landvolk Pressedienstes lag ihr Anteil im Jahr 2014 in ländlich bis sehr ländlich geprägten Regionen mit 8,6 beziehungsweise 9,1 Prozent höher als in städtischen Gebieten mit acht Prozent. Diese Zahlen hat die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Bündnisgrünen mitgeteilt. Allerdings gibt es erhebliche regionale Unterschiede mit deutlich höheren Anteilen in Baden-Württemberg mit 16 bis 18,5 Prozent aber auch Brandenburg und Thüringen. Als wissensintensive Dienstleistungen gelten Branchen mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil der Beschäftigten, die mit Forschung, Entwicklung, Planung, Konstruktion und Design befasst sind oder die einen überdurchschnittlich hohen Anteil der Beschäftigten mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss aufweisen. Typische wissensintensive Dienstleistungen sind beispielsweise Telekommunikation und Informationsdienstleistungen, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Forschung und Entwicklung, Werbung und Marktforschung, Gesundheitsdienste sowie Kreative und künstlerische Tätigkeiten. Im weltweiten Vergleich dominieren bei den wissensintensiven Dienstleistungen die USA.

Weiter verringert hat sich der Anteil der Landwirtschaft an der Zahl der Erwerbstätigen, wogegen die Zahl der Beschäftigten insgesamt in der jüngsten Vergangenheit deutlich gestiegen ist. Bundesweit verdienten nach den Daten der Bundesregierung 2014 noch 1,5 Prozent der Erwerbstätigen im Agrarsektor ihr Einkommen, in Mecklenburg-Vorpommern waren mit 3,2 Prozent der Beschäftigten überproportional viele Menschen in der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei tätig. Im Agrarland Niedersachsen verdienten immerhin 2,8 Prozent aller Erwerbstätigten ihren Unterhalt im Agrarsektor, auch in Brandenburg waren es 2,8 Prozent,  Schleswig-Holstein folgt mit 2,6 Prozent. (LPD 62/2017)

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