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Getreideernte noch nicht abgeschlossen

17. August 2017

Foto: Landvolk

L P D - Die Getreideernte in den niedersächsischen Ackerbauregionen zieht sich weiter hin. In den vom Hochwasser betroffenen Flussmarschen sowie auf den schweren Böden an der Küste haben die Mähdrescher noch ein gutes Stück vor sich. Nur auf den leichten Sandböden, wo im Sommer normalerweise die Beregnungsanlagen laufen, melden die Landwirte nach Mitteilung des Landvolk Pressedienstes bereits den Abschluss der Erntearbeiten. Wo die Mähdrescher noch in Aktion sind, erschweren die Folgen der zum Teil außergewöhnlich hohen Sommerniederschläge die Arbeit. „Sind die Getreidebestände noch nicht wieder ausreichend abgetrocknet, pressen wir die Ähren mehr aus, als sie zu dreschen“, stellt Jürgen Hirschfeld schon fast mit Galgenhumor fest. Der Landwirt aus Goslar ist zugleich Vorsitzender im Ausschuss für pflanzliche Erzeugung des Landvolkes Niedersachsen und berichtet von Abstrichen sowohl bei den Erträgen als auch der Qualität des Getreides.

Zum Ernteauftakt Anfang Juli waren die Prognosen des Landvolkes Niedersachsen, die auf Umfragen innerhalb des Verbandes basieren, noch verhalten optimistisch ausgefallen. Die Gesamternte wurde noch vor sechs Wochen mit 6,1 Mio. Tonnen (t) in Höhe des langjährigen Durchschnitts und knapp unter Vorjahresniveau geschätzt. Dieser Wert wurde inzwischen auch durch die amtliche Statistik bestätigt. Allerdings lassen diese Schätzungen die heftigen Wettereinflüsse der vergangenen Wochen noch außen vor. „Wir Landwirte leben und arbeiten in der Natur, aber es ist trotzdem bitter, wenn wir zusehen müssen, wie die Jahresernte sich stetig verringert und an Wert verliert“, beschreibt Hirschfeld die Gefühlslage der Ackerbauern. Einige spätsommerliche Tage mit stabiler Hochdruckwetterlage werden nun noch benötigt, um das schwierige Erntejahr 2017 zumindest auf den Getreidefeldern abschließen zu können. (LPD 61/2017)

 

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