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Check-up für Pflanzenschutzspritzen und Landwirte

13. März 2017

Foto: Landvolk

L P D - Auf die einwandfreie Funktionsfähigkeit ihrer Pflanzenschutzspritze müssen sich Landwirte unbedingt verlassen können. Im Einsatz sollen die Geräte exakt die gewünschte Menge auf dem Acker verteilen, und auch wirklich nur dort. Dazu brauchen die Pflanzenschutzspritzen besonders intensive Pflege. Regelmäßige Reinigung von innen und außen ist grundsätzlich Pflicht, zudem müssen Düsen, Schlauchverbindungen und Dichtungen überprüft werden, damit nichts tropft. Dies zu kontrollieren ist auch eine der Aufgaben in den über 150 Kontrollwerkstätten in Niedersachsen, die den sogenannten Spritzen-TÜV durchführen. Alle drei Jahre müssen Landwirte mit ihren Pflanzenschutzspritzen zur Überprüfung, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Neben der Dichtigkeit testen die Prüfer die Anhänge- oder Anbaugeräte auf Verkehrs- und Betriebssicherheit. Kleinere technische Mängel können direkt vor Ort behoben werden, stehen größere Reparaturen an, haben die Landwirte sechs Monate Zeit, diese zu beheben und das Gerät erneut vorzustellen. Die Spritzen-TÜV kostet zwischen 150 und 300 Euro. Nach bestandener Prüfung wird eine Plakette am Gerät angebracht, die den technisch einwandfreien Zustand belegt. Eine fehlende Plakette wird bei einer Cross-Compliance-Kontrolle des Betriebes mit einem Bußgeld oder einer Prämienkürzung geahndet.

Regelmäßiges Training ist auch für die Landwirte oder Angestellten auf landwirtschaftlichen Betrieben Pflicht. Nur mit einem gültigen Sachkundenachweis dürfen sie Pflanzenschutzmittel einkaufen und ausbringen. Alle drei Jahre müssen die Anwender eine anerkannte Schulung nachweisen, nur damit behält der Pflanzenschutzausweis seine Gültigkeit. Die Schulungen werden von der Landwirtschaftskammer, vom Pflanzenschutzamt oder anderen Unternehmen angeboten. Die meisten Landwirte nehmen sich während der Wintermonate aber ohnehin die Zeit, diese Schulungen jährlich zu besuchen. Pflanzenschutzmittel werden ständig weiterentwickelt, neue Versuchsergebnisse können auf den Betrieben zu Mittel- und somit zu Kostenersparnis und besseren Erträgen führen. Zwischen 2013 und 2016 wurden in Niedersachen 56.000 Sachkundenachweise von der Landwirtschaftskammer ausgestellt. Ebenso wie eine fehlende Plakette an der Pflanzenschutzspritze wird auch der fehlende gültige Sachkundenachweis mit Bußgeld oder Prämienkürzung geahndet. (LPD 20/2017)

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