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Auf dem Acker wachsen auch Rohstoffe

27. Februar 2017

Foto: Landvolk

L P D - Deutschlands Landwirte erzeugen auf ihren Feldern hochwertige Nahrungsmittel, Futter für das Vieh sowie Rohstoffe für die Industrie oder zur Energiegewinnung. Der Flächenanteil der nachwachsenden Rohstoffe lag im vergangenen Jahr mit rund 2,7 Mio. Hektar (ha) auf einem ähnlichen Niveau wie 2015. Auf rund 16 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands wurde nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes Biomasse produziert, vor allem für die Strom- und Biokraftstofferzeugung. Zusammen mit dem Holz aus forstwirtschaftlicher Erzeugung liefern die Landwirte mit der Bioenergie mengenmäßig die wichtigsten erneuerbaren Energieträger. Auf knapp 1,5 Mio. ha wuchsen, wie eine Statistik der Fachagentur nachwachsende Rohstoffe belegt, Energiepflanzen als Substrat für  Biogasanlagen, auf sie entfiel der größte Teil der nachwachsenden Rohstoffe. Rund zwei Drittel dieser Fläche wurden mit Mais bestellt. Auf das restliche Drittel entfielen weitere Energiepflanzen wie Gräser, Getreide, Rüben und Leguminosen. Die Dauerkultur Durchwachsene Silphie als Biogassubstrat hat das Interesse vieler Landwirte geweckt, sie spielt im Anbaumix eine zunehmende Bedeutung allerdings noch auf geringem Niveau. Ihr Areal hat sich von 400 auf 800 ha bundesweit verdoppelt. Knapp fünf Prozent des gesamten Kraftstoffverbrauchs in Deutschland decken Biokraftstoffe ab. Die deutschen Biokraftstoffhersteller nutzen dazu überwiegend heimische Pflanzen wie Raps, Getreide und Zuckerrüben, die auf insgesamt etwa 960.000 ha wuchsen. Der Anbau zur Gewinnung von Industrierohstoffen bewegt sich auf einem stabilen, aber weiter sehr niedrigen Niveau von knapp 300.000 ha. Hier dominieren Rapsöl für technische Zwecke mit 122.500 ha sowie Industriestärke mit 108.000 ha. (LPD 16/2017)

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