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Gemüse muss praktisch und aus der Region sein

09. Februar 2017

Foto: Landpixel

L P D – Als „Mini“ im Snackformat oder küchenfertig zubereitet punktet Gemüse bei den Käufern. Minimöhren, Minigurken und Cherrytomaten oder vorgekochter Mais und küchenfertiges Gemüse allgemein sind die Aufsteiger im Sortiment. Aber auch für exotisches oder als besonders gesund geltendes Gemüse wie Süßkartoffeln, Spinat, Bärlauch, vorgekochte Rote Beete, Grünspargel und frischer Mais sind die Verbraucherausgaben zwischen 2012 und 2016 gestiegen. Die Zubereitung darf nicht kompliziert sein. Artischocken sind zwar exotisch und Kohl gilt als besonders gesund, aber beides ist zu aufwändig in der Zubereitung und deshalb haben die Verbraucherausgaben im genannten Zeitraum abgenommen, schreibt der Landvolk-Pressedienst auf Grundlage einer Erhebung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft belegen (AMI).

Die Deutschen kochen weniger, die Haushalte werden kleiner und die Kinder essen Mittags in der Schule oder KiTa. Außerdem geht der Trend eher zu Snacks zwischendurch als zu einer Hauptmahlzeit. Snackgemüse, Mikrowellengemüse oder die sogenannten Fresh Cut Salate, also Beutel oder Schälchen mit verzehrfertigen Salatmischungen, passen ideal dazu. 1,3 Prozent des gesamten Gemüseeinkaufs entfallen auf diese Produkte. Vor zehn Jahren waren es 0,7 Prozent. Beliebtestes Gemüse mit Verbraucherausgaben von 1,36 Mrd. Euro im Jahr 2015 ist und bleibt die Tomate. Der Anteil der Roma-, Cocktail- und Cherrytomaten steigt kontinuierlich, aber die Verbraucherausgaben für Tomaten insgesamt sind zwischen 2006 und 2015 um 1,7 gestiegen. 20,7 Prozent des gesamten Frischgemüseumsatzes entfällt auf Tomaten, gefolgt von Paprika mit 10,5 Prozent und Spargel mit 8,3 Prozent. (LPD 11/2017)

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