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Tierhalter müssen die Häupter ihrer Tiere zählen

05. Januar 2017

Foto: Landvolk

L P D - In Niedersachsens Tierställen steht zu Jahresanfang stets die große Inventur an. Alle Tierhalter, auch Hobbyhalter, müssen ihre Tierbestände der Niedersächsischen Tierseuchenkasse (TSK) melden, damit sie im Seuchenfall mit einer Entschädigung rechnen können. Das aktuelle Geschehen zur Vogelgrippe belegt nach Mitteilung des Landvolk Pressedienstes, wie überraschend Krankheitserreger gesunde Tierbestände infizieren können. Erfreulich für die Tierhalter ist die Tatsache, dass die Beiträge für Rinder, Pferde und einige Geflügelarten gesenkt werden konnten, Halter von Schweinen, Schafen und Ziegen müssen stabile Beiträge einplanen, bei Puten und Enten dagegen steigt der Beitrag etwas an. Die Beitragskalkulation wird nach Angaben der Tierseuchenkasse maßgeblich durch steigende Kosten bei der Tierkörperbeseitigung sowie sinkende Zinseinnahmen beeinflusst. Bei den verschiedenen Tierarten spielen zudem spezielle Vorsorgemaßnahmen oder andere tierartenspezifische Kosten wie beispielsweise Ohrmarken oder andere Kennzeichnungssysteme eine Rolle, sie fließen in die Beitragsberechnung mit ein. Halter kleiner Bestände müssen einen Mindestbetrag in Höhe von zehn Euro bei Rindern, Pferden, Schweinen sowie Geflügel einplanen. 20 Euro zahlen Halter von Schafen und Ziegen. Sie müssen wegen der kostenintensiven Zuteilung von Ohrmarken und entsprechender Registrierung der Betriebe einen höheren Betrag zahlen.

Die Tierhalter erhalten eine Aufforderung der Tierseuchenkasse, können ihre Meldung aber auch online erledigen. In der Regel melden die Landwirte Höchstbestände, damit sie im Seuchen- oder Krankheitsfall den vollen Versicherungsschutz genießen. Die gemeldeten Zahlen sind daher nicht deckungsgleich mit den aktuell tatsächlich in Niedersachsen gehaltenen Tieren. Zum Jahreswechsel führte die Tierseuchenkasse auf ihre Seite einen Bestand von 2,7 Mio. Rindern in 22.500 Beständen sowie 10,7 Mio. Schweinen auf 16.700 Höfen und 210.000 Pferde bei 42.000 Haltern auf. Außerdem wurden 68 Mio. Masthähnchen bei 4.300 Haltern und 25 Mio. Hühner in 33.000 Betrieben gemeldet. Stichtag für die Volkszählung in den Ställen ist der 3. Januar. (LPD 1/2017)

 

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