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Der Frost macht zusätzlich Arbeit

22. Dezember 2016

Foto: Landvolk

L P D - Im Winter kehrt auf den Bauernhöfen im Land Ruhe ein. Erntemaschinen wie Mähdrescher, Rüben- oder Kartoffelroder, Grasmäher oder Heu- und Strohballenpressen stehen gewaschen in der Scheune neben Pflug, Grubber, Egge und anderen Bodenbearbeitungsgeräten. Die Drillmaschine für das Wintergetreide hat ihren Dienst getan, Mais- und Rübendrille warten auf ihren Einsatz im Frühjahr. Die Trecker bekommen vor dem Winter eine besonders gute Behandlung. Neben der Innen- und Außenreinigung braucht der Motor bei Frost etwas mehr Zuwendung. Der Gefrierpunkt des Kühlwassers wird geprüft, spezieller Winterdiesel getankt und abbaubare Computer und Monitore ins Haus geholt. Maschinen, die auch bei Frost draußen stehen, zum Beispiel bei Biogasanlagen, können mit Standheizungen ausgerüstet werden. Das ist nicht nur angenehm für den Fahrer, auch der Motor wird geschont, wenn er nicht kalt gestartet wird.

Die Biogasanlagen und die Tiere im Stall und auf der Weide müssen natürlich auch im Winter versorgt werden. Zum Füttern und Misten werden die Maschinen gebraucht. Und bei Frost haben die Tierhalter ein Auge auf die Wasserleitungen im Stall, damit diese nicht einfrieren. Die Tränken müssen jederzeit einwandfrei funktionieren und die Tiere mit frischem Wasser versorgen. Das gilt natürlich auch für die Leitungen im Melkstand. Weidetiere benötigen bei Frost mehrmals täglich Wasser, da dies immer wieder einfriert. Der Winter ist die Zeit für Bau-, Reparatur- und Renovierungsarbeiten. Einige Landwirte sind auch im Winterdienst aktiv und übernehmen Bereitschaftsdienste. Und dann ist da noch das Büro: Buchführung, Dokumentation, Ackerschlagkartei, Düngebilanz und betriebsinterne Statistiken sind zu aktualisieren. Die Aktenordner und die Festplatte füllen sich schnell mit Daten aus der Antragsstellung und ungezählten Nachweisen für die Kontrollbehörden wie Düngebehörde, Finanzamt, Veterinäramt, Zoll, Berufsgenossenschaft. Viele Stunden im Jahr verbringt der Landwirt deshalb am Schreibtisch, obwohl er ursprünglich einen Beruf gewählt hat, der sich durch die Arbeit mit Tieren, Technik und der Natur auszeichnet. (LPD 99/2016)

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