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Landwirte bleiben Winterraps treu

17. November 2016


L P D – Für die deutschen Ackerbauern bleibt Raps eine wichtige Ackerfrucht. Obwohl die Ölfrucht in diesem Jahr witterungsbedingt eher enttäuschende Erträge lieferte, dürfen sich die Bürgerinnen und Bürger wieder auf das leuchtende Gelb im Frühsommer freuen, teilt der Landvolk Pressedienst mit. Er beruft sich auf erste Umfragen, die die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen, kurz UFOP, in Auftrag gegeben hat. Danach dürften im Herbst deutschlandweit 1,36 Mio. Hektar (ha) mit der Ölpflanze gesät worden sein. Erneut hatte der Raps mit Witterungsproblemen zu kämpfen, die ausgeprägte Trockenheit im September behinderte das Keimen des Saatgutes, so dass sich einige Landwirte dazu entschlossen haben, die Felder erneut zu bestellen. Das betrifft rund 13.500 ha, so dass die Rapsanbaufläche aktuell bei 1,5 Mio. ha liegen dürfte. Niedersachsen liegt im Ranking der Bundesländer mit einer Anbaufläche von knapp 130.000 ha im Mittelfeld, den meisten Raps haben die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern. Er wächst dort auf  rund 235.000 ha.

Der Raps gehört botanisch zu den Kreuzblütlern und zählt zu den fett- und ölliefernden Pflanzen. Das Speiseöl wird von Ernährungsexperten wegen seines günstigen Fettsäuremusters empfohlen, unter anderem zeichnet es sich durch einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäure sowie einfach ungesättigter Ölsäure aus. Deutsche Haushalte verbrauchten im vergangenen Jahr insgesamt 78,5 Mio. Liter Rapsöl, auf Platz zwei folgte Sonnenblumenöl mit 52 Mio. Liter vor Olivenöl mit knapp 35 Mio. Liter. Ein wichtiges Koppelprodukt der Rapsölerzeugung ist das Schrot, es wird als heimisches Eiweißfuttermittel und in der Schweinemast aber auch der Rindviehfütterung eingesetzt. Ein weiteres wichtiges Futter liefert die Rapsblüte im Mai mit ihrem Pollen den Bienen und wildlebenden Insekten. Bis zu 40 Kilogramm Honig kann ein Imker über seine Bienen von einem Hektar Raps ernten. Und nicht zuletzt  erfreut der Raps mit seinem auffälligen Gelb zur Blütezeit und sorgt für gute Laune bei Spaziergängern und anderen Gästen der Kulturlandschaft. (LPD 89/2016)

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