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In der Teichwirtschaft beginnt die "Ernte"

27. Oktober 2016

Foto: Landpixel

L P D - Für Niedersachsens Fischwirte neigt sich ein gutes Jahr dem Ende. Die Teichwirtschaften mit Karpfen freuen sich über einen guten Sommer, der den Tieren optimale Witterungsbedingungen bescherte. Allerdings gibt es nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes dennoch wieder dicke Wermutstropfen. „Wir haben hohe Verluste durch Fischräuber wie Kormoran, Reiher oder Otter“, schildert Torben Heese, der die Aschauteiche in Eschede, nördlich Celle, bewirtschaftet. Die jungen Besatzfische sind bei den tierischen Fisch-Feinschmeckern besonders beliebt, die verbliebenen Fische werden zwar etwas größer, aber dieser Zuwachs gleicht die Verluste bei weitem nicht aus. Etwa jeder vierte Fisch fehlt Torben Heese am Ende des Sommers im Kescher, um die 35 Tonnen Karpfen will er dennoch in den nächsten Wochen aus seinen Teichanlagen holen. Vor dem ersten Frost sollen die wärmeliebenden Karpfen ihr Quartier geräumt haben und werden dann in sogenannten Hältern bis zum Verkauf gehalten. Ab Oktober beginnt die Saison für frischen Karpfen, allerdings verbinden viele Menschen weiterhin die Festtage wie Weihnachten oder Silvester mit diesem Fisch. Er wird als ganzer Fisch bei Heese frisch zum Preis von neun Euro je Kilogramm angeboten. Einfacher zu handhaben, aber aufgrund der Vorbehandlung mit Grätenscheniden und Filetieren auch etwas teurer, ist das Filet. Es kostet um die 20 Euro je Kilogramm. Und dann lockt noch der Räucherfisch wie Forelle oder Karpfen mit um die 16 Euro je Kilogramm. In den knapp 50 niedersächsischen Teichwirtschaften werden die Fische zumeist recht extensiv gehalten. Die Teichwirte müssen häufig spezielle Schutzgebietsauflagen wie Natura 2000 oder Landschaftsschutzvorgaben beachten. (LPD 83/2016)

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