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Bei Traumwetter wurden tolle Äpfel gepflückt

17. Oktober 2016

Foto: Landvolk

L P D - Bei den Obstbauern an der Niederelbe geht die Apfelernte in die letzte Etappe. „Wir haben eine gute Ernte und tolle Früchte, aber leider belasten der Mindestlohn und die enormen Auflagen zu Pflanzenschutz und anderem die Rentabilität der Obsthöfe“, schildert Ulrich Buchterkirch, Obstbauer aus Krummendeich und Vorsitzender der Fachgruppe Obstbau im Landvolk Niedersachsen. Er bedauert zugleich, dass für Mostäpfel nur ein „Ramschpreis“ gezahlt wird. Da in diesem Jahr auch an der Niederelbe viele Obsthöfe deutliche Hagelschäden erleben mussten, fehlt für diese Äpfel nun eine Vermarktungsmöglichkeit. Noch deutlicher waren die Hagelschäden in Österreich, dort wurde nahezu die gesamte Apfelernte vernichtet. Für die deutschen Obstbauern eröffnen sich damit neue, wenn auch bescheidene Perspektiven im Exportmarkt. Auch Skandinavien ordert wieder Äpfel von der Niederelbe und zeigt polnischer Ware wegen Problemen mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln die rote Karte.

In den Plantagen sorgte das ausgesprochen freundliche Erntewetter für gute Stimmung. Bei traumhaftem Herbstwetter haben die zahlreichen Erntehelfer Äpfel in bester Qualität pflücken können. Zum Auftakt der Apfelernte war es insbesondere nachts noch zu warm, dann legen die Äpfel nicht genügend Rouge auf. Erst bei einem ausgeprägten Wechselspiel der Tag-Nacht-Temperaturen und einem Absinken unter die 10-Grad-Marke in der Nacht bekommt das Kernobst die vom Verbraucher geschätzten roten Backen. Mit den Sorten Jonagold und Braeburn werden jetzt die letzten Äpfel gepflückt, zum Monatsende schlummern dann rund 350.000 t in den Speziallagern und werden bis zum Sommer des kommenden Jahres vermarktet. 8.800 Landwirte an der Niederelbe leben vom Obstbau, hier wird ein Drittel der gesamten deutschen Apfelerzeugung geerntet. (LPD 80/2016)

 

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