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Kohlgemüse sind zu jeder Jahreszeit gefragt

10. Oktober 2016

Foto: Bollmann

L P D - Die Kohlsaison in Niedersachsen ist lang. Der vielseitige Kohlanbau umfasst bekannte Kopfkohle wie Rot-, Weiß- und Wirsingkohl;  Blattkohle wie China- und Grünkohl über  Blumenkohl, Broccoli und Kohlrabi bis hin zum Wurzel- und Knollengemüse  wie Steckrüben, Rettich und Radieschen. Sie bieten übers Jahr Abwechslung und vielseitige Verwendungsmöglichkeiten in der Küche. Die gesamte Anbaufläche für Kohlgemüse in Niedersachsen beträgt mehr als 2.800 Hektar. Mit der diesjährigen Ernte sind die Anbauer bislang weitgehend zufrieden, schreibt der Landvolk-Pressedienst.

„Der Kohl braucht Wasser, und die meisten Sonderkulturbetriebe haben die Möglichkeit, ihre Flächen zu bewässern. Sie haben in diesem Jahr auch die von den Kunden gewünschten Qualitäten und Mengen geerntet“, berichtet Erich Klug. Der Anbauberater der Landwirtschaftskammer berät Gemüsebauern aus ganz Niedersachsen und über alle Kulturen hinweg. Im Gegensatz zu den Kollegen im Süden haben die hiesigen Gemüsebauern mit Blick aufs Wetter noch Glück gehabt, von schlimmen Unwettern, Überschwemmungen, Hagel und Pilzbefall wurden sie weitgehend verschont. „Trockene Jahre sind zwar auch schwierig, aber wenn die Beregnung stimmt, fallen Erträge und Qualitäten besser aus als in regenreichen Jahren, wenn die Felder kaum befahrbar sind“, schildert der Berater.

Der goldene Herbst verlängert aktuell die Saison für Frischgemüse, die warmen Spätsommertage ließen die Pflanzen auf einigen Feldern sogar fast zu schnell heranwachsen. So lange es noch keinen Frost gibt, können alle Kohlsorten und sogar Salate oder Bohnen noch geerntet werden. Mit den bald zu erwartenden tieferen Temperaturen steigt dann der Appetit auf Deftiges mit herzhaften Beilagen wie Rosenkohl oder Grünkohl, eine besondere Spezialität der niedersächsischen Gemüseerzeuger. Die Nachfrage bestimmt hier den Saisonbeginn, denn diesen  Gemüsearten kann der Frost wenig anhaben. Sie werden noch bis in den Winter hinein geerntet. In Niedersachsen hat sich die Verarbeitungsindustrie weitgehend zurückgezogen, die Erzeuger bedienen hauptsächlich den Frischmarkt. Einige nutzen auch das Potenzial zunehmender Regionalität und bieten ihr Gemüse im Direktabsatz ab Hof oder auf dem Wochenmarkt an.  Dies kann aber nur eine Nische für wenige Anbauer sein, der Löwenanteil an Gemüse wird heute über die großen Ladenketten verkauft. Überall aber spielen Frische und Qualität sowie die ausreichende Lieferfähigkeit und natürlich der Preis eine große Rolle. (LPD 78/2016)

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