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Wieder geht es Meyer nur um den Rufschaden

16. Oktober 2014

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Foto: landpixel

L P D - Irritiert zeigt sich Sauenhalter Lars Prigge über Äußerungen  von Landwirtschaftsminister Christian Meyer gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Dieser hatte dort angekündigt, tote Ferkel zukünftig stichprobenartig obduzieren zu lassen. „Damit stellt der Minister alle Schweinehalter unter Generalverdacht, nicht ordnungsgemäß mit ihren Tieren umzugehen“, kontert Prigge. Die Tierhalter seien tagtäglich sehr nah an der Schöpfung und auch am Entstehen von Leben beteiligt. Als umso belastender bewertet Prigge die Verpflichtung, nicht überlebensfähige Ferkel notzutöten. Dem Verdacht auf tierschutzwidriges Verhalten sei im Einzelfall nachzugehen, dies werde vom Berufsstand nicht in Frage gestellt. Allein dieses Vorgehen sei auch Inhalt des von Minister Meyer bereits im Juli 2014 herausgegebenen „Erlasses zur Betäubung und Tötung von nicht überlebensfähigen Ferkeln“.  Prigge stellt jedoch klar, dass es für Landwirte keinen Grund gibt, überlebensfähige Ferkel zu töten, noch diesen Ausnahmefall nicht ordnungsgemäß vorzunehmen. Oberstes Ziel aller Sauenhalter sei es, jedes einzelne Ferkel gesund aufzuziehen und zu vermarkten. „Es ist unfassbar, dass Minister Meyer den Schweinehaltern jetzt auch noch Gerichtsmediziner an die Seite stellen will. Das kennt man bisher  nur im Zusammenhang mit ungeklärten Todesfällen bei Kriminaldelikten. In diese Nähe gerückt zu werden, ist für uns Schweinehalter unerträglich“, schildert Prigge, der den Vorsitz des Arbeitskreises Sauenhalter beim Landvolk innehat. Miteinander reden und die Tierhaltung weiterentwickeln wünscht er sich als gemeinsames Bestreben. Der Minister erwecke mal wieder öffentlich den Eindruck, als ob jeder Landwirt den Tierschutz immer wieder mit Füßen treten würde –  gegen sein eigenes Interesse und seine Berufsehre!

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