gemeinsam stark

Für die Getreideernte fehlt Sonnenschein

30. Juli 2014

L P D - „Hört der Juli mit Regen auf, geht leicht ein Teil der Ernte drauf“. Diese alte Bauernregel bestätigt sich leider in diesem Jahr. Noch vor vier Wochen waren Niedersachsens Landwirte nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes äußerst optimistisch, eine gute Ernte einfahren zu können. Mittlerweile zehren die immer wiederkehrenden Unterbrechungen des Sommerwetters, zum Teil sogar mit Starkregen, Sturm und Hagel, an den Nerven der Landwirte. „Wir sind uns mit allen Schulkindern einig“, sagt Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender im Ausschuss Pflanzliche Produkte: „Jetzt wollen wir anhaltendes Sommerwetter für unsere Erntearbeiten!“.

Bislang abgeschlossen ist zurzeit nur die Ernte der Wintergerste. Die Landwirte konnten hier zügig disponieren und das sonnige Wetter der ersten Monatshälfte nutzen. Erträge, die zumeist über dem Niveau des auch schon recht guten Vorjahres liegen, sind der Lohn für ein Jahr Arbeit auf dem Feld. Die Winterweizenernte, der mit knapp 400.000 ha die wichtigste Getreideart in Niedersachsen ist, kommt witterungsbedingt immer wieder ins Stocken. „Niedergedrückte Halme, schwer befahrbare Äcker und hohe Kosten für eine weitere Trocknung der noch relativ feuchten Körner gehen eindeutig zu Lasten des Ertrages“, beschreibt Hirschfeld. Im südniedersächsischen Bergland sowie an der Küste, den traditionellen Späterntegebieten, benötigt das Getreide auch noch etwas Sonnenschein und Wärme für die richtige Reife. Die Witterungsbedingungen waren 2014 bis Anfang Juli aus ackerbaulicher Sicht optimal, jetzt fehlt lediglich für den Endspurt zur Ernte nochmal passendes Wetter. Die Bauern rechnen auch beim Weizen weiter mit höheren Erträgen als im Vorjahr. „Sie müssen die deutlich niedrigeren Preise zumindest zu einem Teil kompensieren“, schildert Hirschfeld. Neben dem Weizen stehen jetzt auch Roggen und Sommergerste zur Ernte an, weitgehend abgeschlossen ist dagegen neben der Wintergerstenernte auch schon die der Ölfrucht Raps. Hier werden von Region zu Region recht schwankende Erträge gemeldet, insgesamt dürfte auch etwas mehr Raps geerntet worden sein als im Vorjahr.

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