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Kartoffelernte geht zu Ende

13. Oktober 2014

L P D - Äpfel hängen in diesem Jahr reichlich an den Bäumen – bei den Erdäpfeln sieht die Ernte ebenso reichlich aus. Wie der Landvolk-Pressedienst schreibt, geht die Speisekartoffelernte in Niedersachsen in diesem Jahr etwa acht bis zehn Tage früher als im Mittel der letzten Jahre zu Ende. Trotzdem holten die niedersächsischen Kartoffelbauern eine sehr gute Kartoffelernte von 5,11 Mio. t ein, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen, werden die Erträge mit 485 Dezitonnen (dt) je Hektar  (ha) um 7,9 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2013 liegen. Im Vergleich zum Vorjahr, als 4.4 Mio. t geerntet wurden, liegt die Steigerung sogar bei 16,1 Prozent. Dabei wurde die Fläche lediglich um 2,8 Prozent ausgeweitet, in diesem Jahr wurden auf 105.400 ha Fläche Kartoffeln angebaut. Davon waren etwa ein Drittel Speisekartoffeln und zwei Drittel Industrie-, Futter- und Pflanzkartoffeln.

Die aufgrund der geringen Ernte im Vorjahr gestiegenen Preise hatten die Bauern dazu verleitet, ihre Anbauflächen leicht auszudehnen. Diese Rechnung erwies sich jedoch als falsch. „Bei rückläufigem Frischkartoffelverzehr muss auch die Anbaufläche reduziert werden“, schlussfolgert Thorsten Riggert, Bezirksvorsitzender im Landvolkbezirk Lüneburger Heide und Sprecher der Kartoffelerzeuger. Denn je mehr Kartoffeln auf dem Markt angeboten werden, desto billiger werden sie. Sogar die langfristige Nachfrage bei den Verarbeitungsunternehmen sei bereits gesättigt. „Die Läger sind voll mit tiefgefrorenen Pommes und Kartoffelsalat“, sagt Riggert. Die Landwirte, deren Kartoffeln noch in der Erde liegen, nutzen jede Vermarktungs-chancen, dabei müssen teilweise auch schmerzhafte Preisabstriche in Kauf genommen werden. Von einem Hektarertrag, der von 429,7 t im Jahr 2013 um 12,9 Prozent auf aktuell 484,9 t stieg, wurden die Landwirte angenehm überrascht – die Preisentwicklung dagegen muss mehr als enttäuschend bezeichnet werden. (LPD 80/2014)

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