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Kulturpflanzen benötigen effektiven Schutz

29. September 2014

L P D - Niedersachsens Ackerbauern wollen ihre Kulturpflanzen effektiv schützen. Dazu zählen auch chemische Pflanzenschutzmittel, die heute nach den Grundsätzen des Integrierten Pflanzenschutzes angewendet und eingesetzt werden. Das Landvolk Niedersachsen unterstützt daher die Forderung fünf maßgeblicher Agrarverbände nach einem 5-Punkte-Programm für einen nachhaltigen Pflanzenschutz in Europa. Kritisiert werden immer neue Hürden bei der Zulassung und überzogene Restriktionen bei der Anwendung. Gefordert wird statt nationaler Sonderwege  eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit EU-Partnerbehörden. Die Landwirte befürchten eine Einengung der Wirkstoffpalette, da für derzeit verfügbare Pflanzenschutzmittel bei Auslaufen der Zulassung keine neuen Wirkstoffe zur Auswahl stünden. In einem weiteren Punkt fordern die Verbände die Trennung von Pflanzenschutzmittelzulassung auf der einen sowie Umweltpolitik auf der anderen Seite. Die sichere Anwendung von Pflanzenschutzmitteln belegen die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen. Nahezu 99 Prozent der untersuchten Obst- und Gemüseproben halten die gesetzlichen Höchstgehalte ein, gleichwohl werden die Risiken des chemischen Pflanzenschutzes immer wieder thematisiert. Schließlich ist ein zusätzlicher Forschungs- und Entwicklungsansatz notwendig, um noch stärkere Anreize für die Umsetzung der freiwilligen Leitlinien für den Integrierten Pflanzenschutz zu schaffen.

Das 5-Punkte-Programm zur Harmonisierung der Pflanzenschutzzulassung wurde vom deutschen Bauernverband (DBV), dem Bundesverband der agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV), dem Industrieverband Agrar (IVA) und dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) unterzeichnet und an die Mittglieder des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages übergeben. Im Wortlaut kann das Papier hier eingesehen werden. (LPD 76/2014)

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