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Gästeführer prägen den Kulturtourismus

01. September 2014

L P D - Wer in Rente geht, braucht eine neue Herausforderung. Das dachten sich zwei Landwirte aus dem Landkreis Oldenburg, die sich von der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) zum Gästeführer ausbilden lassen wollen, um zukünftig ihr landwirtschaftliches Fachwissen an Touristen weiterzugeben. Wie der Landvolk-Pressedienst berichtet, werden sie ein halbes Jahr lang dienstags von 19 Uhr bis 22.15 Uhr in Huntlosen im Landkreis Oldenburg ihre Führung ausarbeiten. Erfahrene Kommunikationstrainer helfen ihnen während des Kurses zudem dabei, ihre persönlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Zusätzlich müssen sie Zeit für Hausarbeiten, Recherchen und Kompaktseminare am Wochenende einplanen. Nach der abschließenden Prüfungsführung winkt die Auszeichnung „Gästeführen mit Stern“, die als Markenzeichen eingetragen ist. „Wer sich dafür interessiert, anderen ‚seine‘ Region zu präsentieren, sollte gern mit Menschen zu tun haben und kommunikativ sein“, erläutert Karin Pieper, Bereichsleiterin des LEB-Beratungsbüros Oldenburg.

Kursthemen sind unter anderem Rhetorik und Kommunikation, der Umgang mit verschiedenen Zielgruppen und die interessante Aufbereitung des Wissens. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Qualifizierung arbeiten die Gästeführer meist mit den Gemeinden beziehungsweise deren Tourismusbeauftragten zusammen. Um immer auf dem neuesten Stand zu sein, gehören regelmäßige Weiterbildungen dazu – ob über aktuelle Straßenverkehrsbestimmungen, wenn man mit größeren Gruppen per Rad unterwegs ist, oder über neue Kultur- und Tourismusprojekte. Spätestens nach drei Jahren fordert die LEB eine Fortbildung, nur dann bleibt die Qualifizierung offiziell erhalten. „Wer feststellt, dass er gern vor Menschen spricht und sich dann ein oder mehrere Spezialgebiete sucht – zum Beispiel mit Krimispaziergängen oder einer festen Figur wie der Bademutter Justine, die ihre Gäste mit zu den Oldenburger Sagengestalten nimmt – kann schon ganz gut zu tun bekommen“, sagt Pieper.

Der Kurs beginnt am 16. September. Es sind noch einige Plätze frei. Anmeldungen nimmt Karin Pieper unter Tel: 04487 750799-1 entgegen. (LPD 68/2014)

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