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Gemeinsame Front gegen kürzere Jagdzeiten

28. August 2014

L P D - Gegen eine Verkürzung der Jagdzeiten haben sich fünf niedersächsische Verbände ausgesprochen. Landvolkpräsident Werner Hilse zählt zu einem von fünf Unterzeichnern einer gemeinsamen Erklärung, die sich kritisch mit dem Entwurf des niedersächsischen Landwirtschaftsministers zu einer Neuregelung der Jagdzeiten auseinandersetzt. Auf Ablehnung stößt unter anderem die Verkürzung der Jagdzeiten bei Schalen- und Federwild. Die Unterzeichner vermissen eine echte Begründung und verweisen auf steigende Bestandszahlen, die eine längere Bejagung durchaus rechtfertigen. Gefordert wird ein zeitlich breiter Bejagungskorridor, um sowohl das Jagdrecht nutzen als auch den zahlreichen Zielvorgaben der Jagd verlässlich nachkommen zu können. Nach Überzeugung der fünf Verbände haben sich die bisherigen Jagdzeiten bewährt und sollten daher beibehalten werden. Die Erklärung wurde vom Landvolk Niedersachsen, dem Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen, dem Waldbesitzerverband Niedersachsen, der Landesjägerschaft Niedersachsen und dem Verband der Niedersächsischen Grundbesitzer unterzeichnet. Die Organisationen repräsentieren rund 500.000 Mitglieder, die unmittelbar von einer Jagdzeitenverkürzung betroffen wären.

Konkret kritisieren die Verbände die in der Neuregelung vorgesehene Verkürzung der Schalenwildbejagung und machen sich für eine Beibehaltung der Jagdzeit bis Ende Januar stark. Keine Abstriche möchten sie bei der Bejagung von Enten und Gänsen auch in Vogelschutzgebieten machen, die Entwicklung der Populationen gebe keinen Grund für Begrenzungen der ohnehin sehr kurzen Jagdzeit. Auch Wildtierarten wie Bläss- und Saatgans oder verschiedene Möwenarten befänden sich in einem auskömmlichen Erhaltungszustand, ihre Nutzung müsse über eine entsprechende Jagdzeit ermöglicht werden. Schließlich verbinden die Verbände mit dem Jagdrecht das Recht auf eine nachhaltige Nutzung, die nach der Eigentumsgarantie des Grundgesetzes zu schützen ist. Der komplette Wortlaut der Erklärung steht unter www.zjen.de oder www.landvolk.net im Menüpunkt Agrarpolitik. (LPD 67/2014)

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