gemeinsam stark

Rüben bekommt der Regen gut

21. August 2014

L P D - Kräftig grün und mit sehr vielen Blätter präsentieren sich derzeit die Zuckerrüben – der Regen hat ihnen gut getan. Das Beste ist jedoch: „Es sitzt auch was drunter!“ Gemeint sind die Rübenkörper, die die niedersächsischen Zuckerrübenanbauer auf eine gute Ernte hoffen lassen. Wie der Landvolk-Pressedienst schreibt, beginnt die Kampagne der Nordzuckerwerke aufgrund der hohen erwarteten Erntemengen bereits am 11. September. Im vergangenen Jahr, als eine durchschnittliche Ernte auf den niedersächsischen Feldern heranwuchs, dampften erst Ende September die Schlote der Zuckerfabriken. Da die täglichen Verarbeitungskapazitäten begrenzt sind, wurde die Kampagne nach den ersten Proberodungen in diesem Jahr auf rund 130 Tage verlängert.

Aufgrund der feuchten Witterung sind die Zuckergehalte mit 15 Prozent bislang noch unterdurchschnittlich. „Die Zuckerrübe lagert ab Mitte August Zucker ein“, erläutert Dr. Heinrich-Hubertus Helmke vom Dachverband der Norddeutschen Zuckerrübenanbauer. Für den Zuckergehalt in der Ernte seien sonnige Tage und kalte Nächte förderlich. „Ist es nachts warm, wird der tagsüber eingelagerte Zucker wieder von der Pflanze veratmet“, sagt Helmke. Wieviel Zucker tatsächlich aus den Rüben gewonnen wird, könne im Oktober besser abgeschätzt werden. Wofür der süße Stoff aus der Natur verwendet werde, stehe dagegen auf einem anderen Blatt. „Die Leute essen ja nicht mehr Zucker, nur weil wir in Niedersachsen eine gute Ernte haben“, konstatiert er. Erst ab 2017 sei der Zuckerexport freigegeben. Derzeit liegen die Weltmarktpreise allerdings auf einem Niveau, für die die niedersächsischen Bauern die Rüben nicht kostendeckend auf ihren Feldern anbauen können. (LPD 65/2014)

Mitteilungen Übersicht