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Rapsaussaat beginnt später als in früheren Jahren

14. August 2014

L P D - In den südlichen und östlichen Landesteilen haben die Mähdrescher ihre Arbeit noch nicht beendet, dagegen bereiten die Landwirte in den nördlichen Regionen schon die Aussaat zur Ernte im kommenden Jahr vor. Unter völlig neuen Voraussetzungen findet in diesem Jahr die Rapssaat statt, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. Die Ackerbauern müssen hier ohne den vorbeugenden Schutz auskommen, die sogenannte Beizung des Saatgutes gegen wichtige Insekten als Schaderreger. Die Berater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen wie auch die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen, kurz Ufop, raten aus diesem Grund zu einer möglichst späten Aussaat. Diese kann allerdings jetzt in der zweiten Augusthälfte durchaus beginnen. Die Landwirte sollten über eine gute Saatbettbereitung der Ölfrucht  gute Startbedingungen ermöglichen Daneben zählt eine gegenüber früheren Jahren etwas höhere Saatstärke, also mehr Körner je Quadratmeter, zu den pflanzenbaulichen Ersatzmaßnahmen für die nicht mehr zugelassene Beizung des Saatgutes. So sicher wie der vorbeugende Schutz werden diese pflanzenbaulichen Tricks die jungen Pflanzen aber nicht gegen Schäden durch den Rapserdfloh oder die Kleine Kohlfliege schützen können.

Die diesjährigen Rapserträge stellten die Landwirte durchaus zufrieden, für die Erlöse trifft dies jedoch weniger zu. Daher gehen Marktbeobachter von einem leichten Rückgang der Anbaufläche für Raps aus. Die Ölpflanze überzeugt jedoch durch ihre vielfältigen Verwertungsmöglichkeiten. Das Öl eignet sich als Ersatz für fossile Treibstoffe. Es findet unter anderem als Schmierfett, Farbe, Kosmetika oder Glycerin Eingang in die die stoffliche Verwertung. Und nicht zuletzt ist es ein gefragtes Speiseöl. Mit 75,2 Mio. Litern steht es in deutschen Küchen unangefochten an erster Stelle, weit vor Sonnenblumen- und Olivenöl. Neben dem Öl enthalten die kleinen, schwarzen Rapskörner, die wie Getreide mit dem Mähdrescher geerntet werden, ein wertvolles Eiweiß. Rapsschrot oder -kuchen ist ein gefragtes Tierfutter aus heimischer Erzeugung. Ein Rückgang des Rapsanbaues dürfte daher auch die Nachfrage nach anderen Eiweißfuttermitteln steigen lassen. (LPD 63/2014)

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