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Rübenanbauer bereiten sich auf 2017 vor

24. Juli 2014

L P D - Noch drei Ernten bleiben den Rübenanbauern in Deutschland und Niedersachsen, um sich auf das Auslaufen der Zuckerquoten vorzubereiten, schreibt der Landvolk Pressedienst. Bislang waren die Preise für ein bestimmtes Rübenkontingent über eine Quote geregelt. Rübenanbauverbände hatten sich dafür eingesetzt, diese Regelung bis 2020 beizubehalten. Nun wird diese aber bereits in drei Jahren, also 2017, auslaufen. „Wir müssen nach vorne schauen“, sagt Helmut Bleckwenn, Vorsitzender des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ). Einfach sei das nicht, denn in allen Ländern werde der Zuckermarkt staatlich beeinflusst, „nur in Europa soll das nicht mehr der Fall sein“, kritisiert er. Nach dem Wegfall der Mindestpreise für Zucker setzt sich der Verband zusammen mit anderen europäischen Rübenanbauern dafür ein, dass weiterhin Außenschutz für den EU-Zuckermarkt besteht und keine zusätzlichen Zuckerimporte durch neue Freihandelsabkommen, zum Beispiel aus Südamerika, hinzukommen. Für Isoglukose, ein aus Maissirup hergestelltes Süßungsmittel, soll es vor 2017 keine Sonderregelung geben. Weiterhin sollen einheitliche Vertragsbedingungen durch die Gestaltung von Branchenvereinbarungen gelten. Wichtig sei auch, dass die hohen Nachhaltigkeitsstandards im europäischen Wettbewerb anerkannt werden. Sorge bereitet dem DNZ im Zuge der nationalen Umsetzung der GAP-Reform die in Frankreich und Polen diskutierte Option für gekoppelte Direktzahlungen. Sie würden den Wettbewerb in Europa massiv verzerren. Ohne eine solche Wettbewerbsverzerrung hätte der Rübenanbau in Deutschland aufgrund seiner immer besseren Effizienz auch in Zukunft gute Erfolgschancen.

Im Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer sind neun regionale Anbauverbände aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern und dem nördlichen Sachsen-Anhalt zusammengeschlossen. Damit setzt sich der Fachverband für die Interessen von  rund 8.000 Zuckerrüben anbauenden Betrieben mit etwa 140.000 Hektar Rübenanbaufläche in Norddeutschland ein. Dabei vertritt er die fachlichen Besonderheiten und arbeitet in engem Schulterschluss mit dem Landvolk Niedersachsen. Weitere Informationen zum DNZ finden sich im Internet unter www.dnz.de. (LPD 57/2014)

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