gemeinsam stark

Mehr Schweine auf weniger Höfen

21. Juli 2014

L P D - Endlich ist der Sommer da – und mit ihm die Hitze. Mensch und Tier befinden sich nach der ersten Freude darüber meist auf der Suche nach Abkühlung. Die niedersächsischen Tierhalter sind deshalb gut auf eine Hitzewelle vorbereitet, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Große Ventilatoren in Rinder-  und Hühnerställen kühlen die Luft, teilweise wird Wasser vernebelt. Schweinen, die nicht schwitzen oder hecheln können, tut eine zusätzliche Abkühlung gut. „Wenn unsere Sauen abferkeln, legen wir ihnen gerne nasse Tücher auf den Körper“, sagt Iris Habermann-Rasch aus Hagen in der Region Hannover. Zusätzlich füllt sie die Futtertröge mit Wasser, um den Tieren die Wasseraufnahme so leicht wie möglich zu machen. Die Agraringenieurin kann sich noch gut an die Zeiten erinnern, als ihre damals noch 30 Sauen auf der Weide liefen. „Obwohl wir ihnen eine Suhle gebaut haben, hatten sie oft Sonnenbrand“, sagt sie rückblickend. Heute werden die 300 Sauen der Familie in modernen Ställen gehalten. Steigt die Temperatur darin zu stark an, klingelt die Alarmanlage. Ihre Funktion wird jeden Tag überprüft, ebenso wie die des Notstromaggregats.

Insgesamt geht der Trend zu größeren Beständen. Deutschlandweit lebten Anfang Mai 2014 insgesamt 28,1 Millionen Schweine in rund 27.100 Betrieben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat sich damit die Zahl der Schweine seit November 2013 leicht verringert (– 0,2 Prozent). Die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung ging um 3,1 Prozent zurück. In Niedersachsen lebten laut Landesamt für Statistik zum gleichen Zeitpunkt 8.809.659 Schweine in 7.312 Betrieben. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 1,2 Prozent bei den Schweinen und ein Minus von 5,1 Prozent bei den schweinehaltenden Betrieben. Die Zahl der Betriebe mit Zuchtschweinen hat sich sogar um acht Prozent auf 2.362 verringert. Deutschlandweit sank die Zahl der Betriebe mit Zuchtsauen im gleichen Zeitraum um etwa 400 Betriebe (- 3,4 Prozent) auf rund 10.500. Besonders kleinere Betriebe gaben die Sauenhaltung auf. So haben 6,2 Prozent der Betriebe mit bis zu 100 Zuchtsauen seit November 2013 die Sauenhaltung eingestellt. Die Anzahl der Betriebe mit mehr als 500 Zuchtsauen stieg dagegen um 3,7 Prozent. Der Bestand an Zuchtsauen in Deutschland insgesamt erhöhte sich leicht um 0,8 Prozent auf rund 2,1 Millionen Tiere. (LPD 56/2014)

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