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Die Hofabgabeklausel ist unverzichtbar!

09. Juli 2014

L P D - 90 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe sind im Familienbesitz, die meisten seit mehreren Generationen. Ob die Kinder den Hof weiter führen können und wollen ist deshalb auf vielen Höfen mit langen Diskussionen verbunden. Wie der Landvolk-Pressedienst schreibt, ist die Hofabgabeklausel eine wichtige Entscheidungshilfe für eine geordnete und frühzeitige Hofabgabe. Die Hofabgabeklausel wurde 1957 eingeführt, um die Altersstruktur der Betriebsleiter zu verjüngen und die Betriebsstruktur im Sinne der nachfolgenden landwirtschaftlichen Unternehmer zu beeinflussen. Konkret: Nur wer mit 65 seinen Hof abgibt, bekommt seine Altersrente. Dies soll auch zukünftig so bleiben, fordern die niedersächsischen Junglandwirte.

Der typische deutsche Hofnachfolger ist jung, männlich und hat eine landwirtschaftliche Ausbildung. Dies belegen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. In 43,3 Prozent der Fälle waren die Hofnachfolger 2010 zwischen 15 und 24 Jahre alt. 1999 waren mit 44,9 Prozent dagegen fast die Hälfte der jungen Betriebsleiter zwischen 25 und 34 Jahre alt. Der Anteil der weiblichen Hofnachfolger erhöhte sich von 1999 bis 2010 von 12,8 auf 13,9 Prozent. In Niedersachsen waren 2013 zwar 21.300 der 65.200 Familienarbeitskräfte Frauen, aber lediglich 2.800 der landwirtschaftlichen Familienbetriebe wurden laut Landesamt für Statistik von Frauen geführt. Insgesamt nahm die Zahl der Familienbetriebe in Niedersachsen von 2010 bis 2013 von 41.730 auf 39.500 um 5,35 Prozent ab.

Deutschlandweit hatten 2010 Höfe mit einer Betriebsgröße zwischen 50 und 100 ha land-wirtschaftlich genutzter Fläche die besten Chancen einen Hofnachfolger zu finden. 43 Pro-zent der 45-jährigen oder älteren Betriebsleiter konnten einen Nachfolger für ihren Betrieb gewinnen, bei mehr als 100 ha waren es sogar 52,6 Prozent. Zudem übernahmen die Jung-landwirte vor allem wirtschaftlich starke Veredelungsbetriebe, um ihre berufliche Zukunft abzusichern. Bei 41,6 Prozent dieser Betriebe stand die Hofnachfolge im Jahr 2010 fest. Am schwierigsten war es laut Statistischem Bundesamt für Dauerkulturbetriebe, einen Hofnachfolger zu finden. Nur bei 18,1 Prozent stand ein Nachwuchslandwirt in den Startlöchern. (LPD 53/2014)

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