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Milchmarkt bleibt wachstumsorientiert

19. Juni 2014

L P D - Milch und Milchprodukte bleiben gefragt. Die niedersächsischen Milcherzeuger orientieren sich mit ihren Anlieferungsmengen am internationalen Markt. Von dort gingen nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes wesentliche Nachfrageimpulse aus. Auch aktuell sehen Marktbeobachter ein Wachstum des Milchmarktes im Wesentlichen außerhalb von Deutschland. Im Jahr 2013 haben die deutschen Milchviehhalter erstmals mehr als 30,1 Mrd. kg Milch an die deutschen Molkereiunternehmen geliefert.

Niedersachsens Milchviehhalter haben mit 6,4 Mrd. kg gut ein Fünftel dieser Menge erzeugt. Sie haben ähnlich wie die Kollegen in Schleswig-Holstein oder am Niederrhein die Milchanlieferung ausgeweitet, während Landwirte im Süden Deutschlands sich eher von ihren Milchkühen verabschieden. Die höhere Erzeugung stieß auf einen aufnahmefähigen Markt, mit einem durchschnittlichen Auszahlungspreis von 37,12 Cent je Kilogramm erhielten die Landwirte deutliche höhere Erlöse als in den Jahren zuvor, im letzten Quartal lag er sogar über 40 Cent je Kilogramm. Dem stehen trotz etwas gesunkener Futtermittelpreise allerdings weiterhin hohe Aufwendungen für Betriebsmittel gegenüber. Im ersten Quartal 2014 rutschte der Milchpreis für die niedersächsischen Landwirte wieder unter die 40-Cent-Marke, die Aussichten werden dennoch als recht optimistisch bezeichnet.

Grund dafür sind auch die äußerst niedrigen Lagerbestände an Milchprodukten und ein im Vergleich zur Nachfrage relativ knappes Angebot. So wird in Deutschland saisonal seit Juni wieder weniger Milch gemolken. Nach einem etwas schwächeren Start in das Jahr 2014 erholen sich aktuell die Preise erneut und liegen aus Erzeugersicht weiter auf einem erfreulichen Niveau. (LPD 47/2014)

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