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Agrarmärkte sind internationaler geworden

15. Mai 2014

L P D - Der internationale Handel mit Agrarprodukten bleibt von Dynamik geprägt. Dazu trägt nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes die steigende Nachfrage aufgrund der weltweit wachsenden Bevölkerung ebenso bei wie Änderungen in den Verzehrgewohnheiten. Letztere werden in erster Linie durch den wirtschaftlichen Aufschwung in Schwellen- und Entwicklungsländern beeinflusst und führen zu stabilen Wachstumsraten in der Nachfrage nach tierischen Produkten wie Fleisch oder Milch. Obwohl nach einem Bericht der Deutschen Bauernkorrespondenz auch in Entwicklungsländern und vor allem China die Agrarproduktion stetig steigt, können diese Länder die Nachfrage ihrer Konsumenten nicht aus eigener Erzeugung bedienen. Trotz dieses stabilen Wachstumstrends unterliegen Agrarmärkte nicht zuletzt wegen natürlicher Einflüsse wie beispielsweise Unwettern aber zugleich höheren Risiken als die für andere Produkte. Gleichwohl werden die Chancen insbesondere bei innovativen und qualitativ hochwertigen Verarbeitungsprodukten weiter als gut eingeschätzt.

Die wichtigsten Akteure im internationalen Agrarhandel sind traditionell die USA und die EU. Bei beiden sind die Handelsbeziehungen keine Einbahnstraßen, sie verkaufen viele Güter in andere Staaten und kaufen im Gegenzug andere Produkte als Importe ein. Die EU hat bezogen auf den Wert die USA als wichtigsten Agrarexporteur inzwischen überrundet. In jüngster Vergangenheit hat sich die EU sogar zum Nettoexporteur entwickelt und weist für 2013 einen Handelsbilanzüberschuss in Höhe von fast 20 Mrd. Euro aus. Im Gegenzug zu den amerikanischen Farmern, die überwiegend Rohstoffe exportieren, hat sich die europäische Agrar- und Ernährungswirtschaft mit konsumfähigen Produkten, allen voran Milchprodukte und Fleisch oder Fleischwaren, einen Namen gemacht. Etwa zwei Drittel aller europäischen Agrarexporte zeichnen sich durch einen hohen Grad an Wertschöpfung aus. Nicht zuletzt die Agrarpolitik hat die Öffnung der Agrarmärkte begleitet und durch den Abbau von Exportsubventionen oder Importzöllen unterstützt. Die EU hat sich aus der ehemaligen Steuerung der Agrarmärkte verabschiedet und mit der Philosophie freier Märkte die internationalen Handelsbeziehungen forciert. Zusätzlichen Aufschub erhält diese Entwicklung durch internationale Handelsabkommen, die den Warenaustausch mit Agrarprodukten und Nahrungsmitteln natürlich einbeziehen. (LPD 38/2014)

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