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Apfelsaft für die Sauen: Ein Blick in Henkes Stall

28. Mai 2014

L P D - Nadine und Heinrich Henke halten 1.250 Sauen. Und sie stehen voll hinter ihrer Arbeit mit den Tieren. Für das Landvolk haben die Tierärztin und der Landwirt vor der Kamera einen Einblick in ihren Sauenstall gegeben. Zu sehen ist, was Henkes tun, damit ihre Tiere sich wohlfühlen. Ein Lichtband im Dach sorgt für einen hellen Stall, eine Lüftungsanlage für frische Luft bei den Sauen. „Wir arbeiten gerne in unserem Stall“, sind sich Henkes einig. Um die Sauen an den Umgang mit Menschen zu gewöhnen, bieten Heinrich, Nadine oder ihre Mitarbeiter schon den jungen Sauen manchmal Apfelsaft an. Neugierig kommen die Sauen her, sobald jemand den Stall betritt. Von Scheu keine Spur. Werden Ferkel geboren, gehen Henkes jede halbe Stunde durch den Stall, um bei Bedarf die Geburt unterstützen zu können. In einem dreiminütigen Video unter www.landvolk.net wird ein kleiner Einblick in das Geschehen im Stall bis zum ersten Lebenstag der Ferkel gegeben.

Kurz nach dem Landvolk-Filmtermin standen Henkes wieder vor der Kamera. Diesmal für einen Beitrag in der NDR-Sendung 45 Minuten. Fünf Tage haben die Dreharbeiten gedauert. Da Henkes in ihrem Stall streng auf die Hygiene achten, muss jeder Stallbesucher unter die Dusche. In den Stall geht es dann in sauberer, betriebseigener Kleidung. Für die Filmarbeiten gar nicht so einfach, denn auch das Kameraequipment wird desinfiziert. Mitgemacht haben Henkes, da sie ihre Arbeit zeigen möchten und sie nach den Vorgesprächen mit Autor Sven Jaax zuversichtlich waren, dass ein ausgewogener Beitrag, ohne vorgefasste Meinung entstehen würde. Und das Ergebnis? Henkes fühlen sich realistisch dargestellt. Im Beitrag wurde weder beschönigt, noch dramatisiert. „Die Autoren und das Kamerateam konnten in alle Bereiche unseres Stall schauen“, sagt Heinrich Henke. Im Beitrag wurden auch kritische Themen, wie das Kürzen der Ferkelschwänze zum Schutz vor Schwanzbeißern angesprochen. Von Berufskollegen, Freunden und Nachbarn haben Henkes viel positive Resonanz bekommen, für ihre Bereitschaft, ihren Stall und ihre Arbeit zu zeigen. Trotz der guten Erfahrungen, sofort wieder vor der Kamera stehen, will Heinrich Henke erst einmal nicht. „Es gibt so viele tolle Schweinebetriebe“, sagt er. Wer sich dazu in der Lage fühle, den zeitlichen Aufwand stemmen kann und Vertrauen zum berichtenden Redakteur hat, solle seinen Stall ebenfalls zeigen, empfiehlt der Landwirt. In zwei, drei Jahren, wenn es etwas Neues zu sehen gibt, würde er auch wieder mitmachen. Bis dahin sind Henkes weiterhin für ein realistisches Bild der Landwirtschaft aktiv: Auf Facebook berichten sie von ihren „Brokser Sauen“, lassen Kinder und interessierte Besucher in ihren Stall und planen aktuell, ein Schaufenster in den Stall einzurichten. (LPD 42/2014)

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