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Leitungsbau mit örtlichen Gegebenheiten abstimmen

20. März 2014

L P D - Niedersachsen ist ein Schlüsselland der Energiewende in Deutschland. Die Stromerzeugung in Niedersachsen lag im Jahr 2012 nach vorläufigen Ergebnissen mit 69.243 Gigawattstunden (GWh) insgesamt zwar unter den Ergebnissen der Vorjahre. Wie der Landvolk-Pressedienst mit Berufung auf Zahlen des Landesamtes für Statistik berichtet, kletterte der Anteil der erneuerbaren Energieträger im Strommix jedoch von 28 Prozent im Jahr 2011 auf rund 34 Prozent im Jahr 2012. Eine deutliche Zunahme verzeichneten Biogas mit 6.477 GWh gegenüber 4.396 GWH im Vorjahr und Photovoltaik mit 2.523 GWh gegenüber 1.511 GWh im Jahr 2011. Die Windenergie erhöhte sich leicht von 11.831 GWh auf 12.619 GWh. Die Strommenge aus Kernenergie betrug im Jahr 2012 in Niedersachsen nur noch rund 23.123 GWh. Der Beitrag der Kernenergie fiel 2012 auf rund 33 Prozent und liegt damit erstmals hinter den Erneuerbaren Energien.

Benötigt wird der Strom nicht nur hier im Norden, sondern auch in Süddeutschland. Der Ausbau von Leitungstrassen ist notwendig, um den im Norden produzierten Strom in die Verbrauchsgebiete im Süden zu transportieren. Nur so kann Niedersachsen langfristig von der Energiewende profitieren. Das Landvolk Niedersachsen fordert, dass die Belange der betroffenen Landwirte angemessen berücksichtigt werden. Das gilt für die Wahl des Trassenverlaufs ebenso wie für die Entscheidung, ob Erdkabel oder Freileitungen favorisiert werden. Hier müssen die Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt werden. Anpassungsbedarf sieht das Landvolk auch bei den Entschädigungszahlungen der Grundeigentümer, deren Flächen für den Trassenlauf genutzt werden sollen. Der Verband hat jährlich wiederkehrende Zahlungen analog zu Pachtentgelten ins Gespräch gebracht. Sie sollten sich am Verkehrswert der Fläche orientieren. (LPD 23/2014)

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