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Landvolktag 2016

23. Februar 2016

Der in diesem Jahr mit knapp 400 Gästen gut besuchte Landvolktag in der Festhalle in Dorste drehte sich thematisch um das „Klima“ auf den landwirtschaftlichen Betrieben und in der Pflanzenproduktion.

Die niedrigen Erzeugerpreise in der Landwirtschaft, die hohen Auflagen der Politik und die fehlende Akzeptanz in der Gesellschaft sind sehr belastend, trotzdem war die Stimmung unter den Besuchern gut. Ulrike Schridde von den Osteroder LandFrauen stellte in ihrem Grußwort fest, dass der politische und wirtschaftliche Druck auf die Landwirte abnehmen muss und wünscht sich bald ein besseres Klima auf den Höfen.

Gespannt hörten die Landwirte und -frauen, Ehrengäste und Schüler der BBS II Northeim dem Vortrag des Hauptredners Prof. Dr. Andreas von Tiedemann von der Georg-August-Universität Göttingen zu, der anhand von wissenschaftlich nachgewiesenen Fakten den Klimawandel erläuterte. Entgegen der in der Bevölkerung verbreiteten Meinung sei der Zusammenhang zwischen zunehmenden Kohlendioxidgehalten (CO2) in der Atmosphäre und dem Anstieg des Meeresspiegels oder der Temperatur nicht nachweisbar. Die Temperaturen sind weltweit seit 20 Jahren sogar konstant. Schon lange bevor der Mensch mit der Verbrennung von Kohle, Gas und Öl begonnen hat, haben die Gletscher durch Eisschmelze an Masse verloren.

Tiedemann mahnt, das CO2 als elementaren Baustein des Lebens anzusehen, ohne den keine Photosynthese in den Pflanzen möglich wäre. CO2 ist kein Schadstoff und sein Anstieg hat zu einem „Global Greening“ mit verbesserter Fruchtbarkeit und Ausnutzung von Feuchtigkeit auch in Wüstenzonen beigetragen. Durch die klimatischen Veränderungen und den Anstieg des CO2 in der Atmosphäre wird die Wassereffizienz und die Ertragsleistung der Pflanzen verbessert und trägt somit zur Sicherung von Grundnahrungsmitteln bei einer ansteigenden Weltbevölkerung bei.

Unser Vorsitzender Hartmut Danne machte auf die schwierige wirtschaftliche Situation auf den landwirtschaftlichen Betrieben aufmerksam und betonte, dass wir jetzt keine politischen Ohrfeigen gebrauchen können.

 

 

Superintendent Jan von Lingen ging in seinem geistlichen Wort auf die Notwendigkeit der Landwirtschaft ein. Hierbei ist nicht nur das wichtigste Gut, der fruchtbare Erdboden, von großer Bedeutung, sondern erst dessen Nutzung und Kultivierung durch den Landwirt lässt gute und gesunde Lebensmittel aus dem Boden gedeihen.

Northeims Kreislandwirt Markus Melzer ehrte die frisch ausgebildeten Landwirte und eine Landwirtin und gratulierte den jungen Agrariern zu einer guten Berufswahl. Gleichzeitig ermunterte Melzer den Nachwuchs sich engagiert und mit Mut für den Berufsstand und das Image der Landwirtschaft einzusetzen. Weiterhin riet Jens Brandes, 2. Vorsitzender, den jungen Landwirten in den neuen Medien und sozialen Netzwerken falsche Darstellungen von der Landwirtschaft richtig zu stellen.

Wir freuen uns über das positive Echo von dem gelungenen Landvolktag seitens unserer Mitglieder. Weiterhin bedanken wir uns bei den „Original Solling Buam“ für die musikalische Begleitung, bei Christian Mühlhausen von landpixel für die Fotos, bei Superintendent Jan von Lingen für das geistliche Grußwort, für die Grußworte von Heike Klages (Ortsbürgermeisterin Dorste), Klaus Liebing (1. Stv. Landrat Osterode) und Ulrike Schridde (2. Vorsitzende LandFrauen Osterode), bei Prof. Dr. Andreas von Tiedemann für seinen interessanten Vortrag, sowie bei allen Helfern, die für ein gutes Gelingen der Veranstaltung gesorgt haben.

 


 

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