gemeinsam stark

Landwirtschaft erlebbar machen

12. Mai 2015

Foto: Judith Hotes

Zwei Vereine, ein Ziel: Landwirtschaft erlebbar machen
Die beiden gemeinnützigen Vereine Ackerdemia und i.m.a bringen jetzt Schülern die landwirtschaftliche und genossenschaftliche Arbeitsweise mit Agrar-Produkten näher. Dazu starten die beiden Vereine ein gemeinsames Projekt. Es wird im Rahmen des Bildungsprogramms der GemüseAckerdemie umgesetzt und ist zunächst auf zwei Jahre angelegt.
 
Ackerdemia e.V. unterstützt mit seinem erfolgreichen Bildungsprogramm GemüseAckerdemie (www.gemüseackerdemie.de) die Anlage von Schuläckern in bislang vier Bundesländern. Dort beschäftigen sich die Kinder intensiv mit dem Anbau von Gemüse und machen dabei auch wertvolle Erfahrungen rund um die Vermarktung und Zubereitung. Landwirte sind häufig die Partner. Sie stellen Ackerflächen bereit, wo den Schulen kein eigener Boden zur Verfügung steht. Auch berichten sie von ihrer Arbeit und empfangen Klassen auf ihren Bauernhöfen, um dort Wissen anschaulich zu vermitteln.
 
Damit steht das Bildungsprogramm im engen Schulterschluss mit den Kommunikationsaufgaben des i.m.a e.V., zu denen die Wissensvermittlung über die realistischen Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in der Landwirtschaft gehört; insbesondere gegenüber Kindern und Jugendlichen.
 
Das neue Gemeinschaftsprojekt von i.m.a e.V. und Ackerdemia e.V. ergänzt die praktische Arbeit auf der Ackerfläche. Nach der Ernte sollen die Schüler lernen, welchen wirtschaftlichen Ertrag die Feldfrüchte erzielen können. Wer nicht nur den Anbau, sondern auch die Vermarktung von Produkten, z.B. über Genossenschaften, kennengelernt hat, kann den Wert von Nahrungsmitteln und die mit deren Erzeugung verbundene Arbeitsleistung besser würdigen. Auch dies ist ein Lernziel des Projekts, das u.a. von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert wird.
 
Aktuell bereiten die Partner die inhaltliche Umsetzung vor. Den teilnehmenden Schulen werden begleitende Unterrichtsmaterialien angeboten, die didaktisch so aufbereitet sind, dass Lernziele definiert und Lernerfolge messbar sind. Landwirte und Genossenschaften, die bereit sind, Klassen zu empfangen und über ihre Arbeit zu informieren, werden in das Projekt einbezogen und mit den Anforderungen vertraut gemacht. Schließlich wird es eine Auswertung geben, die zugleich Basis für die Fortführung des Angebots und für weitere, ähnliche Projekte sein soll. Ackerdemia e.V. und i.m.a e.V. haben bereits während der „Internationalen Grünen Woche“ und der Bildungsmesse „didacta“ erfolgreich kooperiert.
 
Über den i.m.a e.V.:
Als gemeinnütziger Verein informieren wir über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, und über die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaf. Weil immer mehr Menschen immer seltener Gelegenheit haben, sich selbst ein reales Bild von der Landwirtschaft zu machen, kommt es insbesondere darauf an, bereits Kindern und Jugendlichen durch die Bereitstellung von Lehrmaterialien und mit Hilfe von Pädagogen Einblicke in die heutige Welt der Landwirtschaft zu vermitteln. Rund 70.000 Lehrkräfte nutzen bereits unsere vielfältigen, kostenlosen Angebote für den Unterricht. Auch Landwirte werden in ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Die i.m.a-Arbeit wird von den Organisationen der deutschen Landwirtschaft getragen und von der landwirtschaftlichen Rentenbank finanziell gefördert. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, ist der Vereinsvorsitzende.
 
Über Ackerdemia e.V.:
Ackerdemia ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, das Bewusstsein in der Gesellschaft bezüglich Nahrungsmittelproduktion sowie gesunder und wertschätzender Ernährung zu stärken. Dazu entwickeln wir soziale und nachhaltige Konzepte, die wir gemeinsam mit lokalen Partnern umsetzen. Hierbei arbeiten wir sowohl wissenschaftlich als auch direkt in der Umsetzung. Wie zum Beispiel bei unserem Bildungsprogramm GemüseAckerdemie, in der Schüler den Gemüseanbau sowie die Vermarktung der Ernte erlernen – in Zusammenarbeit mit Schulen sowie ortsansässigen Landwirten und Organisationen.