Aktuelles aus Land und Forst

"Der Branche soll es gut gehen"

03. Mai 2012


Meinungsaustausch Zu einem Gedankenaustausch über aktuelle Themen der Agrarpolitik kam Stephan Weil, SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im Januar 2013, jetzt ins Landvolkhaus. Weil war in Begleitung von Agrarsprecherin Andrea Schröder-Ehlers, für das Landvolk nahmen Präsident Werner Hilse, die Vizepräsidenten Heinz Korte und Helmut Meyer sowie Hauptgeschäftsführer Jörn Dwehus teil.

Er sei kein ausgewiesener Agrarexperte, habe aber als Oberbürgermeister der Messestadt Hannover über die Agritechnica und die EuroTier sowie die VGH-Versicherungen durchaus Berührungspunkte mit der Landwirtschaft, bekannte Weil. Er betonte die wichtige Rolle, welche die Landwirtschaft in der Region und in ganz Niedersachsen spiele. Ihre abnehmende Akzeptanz im Zusammenhang mit den Themen Tierschutz, Energieerzeugung und dem fortschreitenden Strukturwandel gebe Anlass zur Sorge. Hier hakten die Vertreter des Landvolkes nach und forderten die Politik auf, die Informationsarbeit des Berufsstandes zu unterstützen sowie falschen Darstellungen und Wertungen energisch zu widersprechen. So würden z.B. gerade die stetig höheren Anforderungen des Tierschutzes den Strukturwandel forcieren, verdeutlichte Korte am Beispiel der ab 2013 verpflichtenden Gruppenhaltung bei Sauen.

Energisch wandten sich die Landvolkvertreter gegen Schlagworte wie „Industrialisierung“ oder „Vermaisung“: So sei die Arbeitsteilung in allen Bereichen der Wirtschaft akzeptiert, in der Landwirtschaft werde sie hinterfragt, obwohl sie sich auch hier in weiten Teilen bewährt habe. Der Mais sei eine der gesündesten und ertragsstärksten Kulturpflanzen überhaupt und passe somit in die Zeit eines steigenden Futtermittel- und Energiebedarfs. Einig war sich der SPD-Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten mit dem Landvolk in dem Wunsch, die positive Entwicklung des Wirtschaftszweiges Landwirtschaft zu unterstützen. „Der Branche soll es gut gehen“, fasste Weil zusammen und bot an, mit dem Landvolk in zentralen Fragen der Landwirtschaft in Kontakt bleiben zu wollen.
Br
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