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Erneut weniger Rückstände

18. April 2012

Foto: landpixel

Pflanzenschutz Bei in Deutschland produzierten Lebensmitteln werden immer seltener unzulässig hohe Rückstände an Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Das geht aus dem jüngsten Report des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) für das Jahr 2010 hervor. Demnach wurden 2010 nur noch bei einem Prozent der untersuchten Erzeugnisse die zulässigen Höchstmengen überschritten. Der positive Trend der Vorjahre setzte sich damit fort. Im Jahr 2008 hatten die Untersuchungsämter noch in 1,9 % der Proben Überschreitungen gemessen.

Bei Produkten aus den übrigen EU-Mitgliedstaaten wurde das niedrige Niveau von 1,5 % aus dem Vorjahr beibehalten; im Jahr 2008 hatte die Zahl der Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte hier noch bei drei Prozent der untersuchten Proben gelegen. Dieses Ergebnis bestätigt laut BVL die Annahme, dass die bis 2008 stets höheren Überschreitungs- und Beanstandungsraten bei Erzeugnissen aus anderen Mitgliedstaaten auch auf die unterschiedliche Gesetzeslage in diesen Ländern zurückzuführen waren. Seit September 2008 gelten dagegen einheitliche Rückstandshöchstgehalte. Erzeugnisse aus Nicht-EU-Staaten fielen hingegen deutlich häufiger auf, obwohl auch hier laut BVL eine positive Entwicklung erkennbar ist. Im Jahr 2010 wurden bei 8,0 % der Proben Rückstände oberhalb der Rückstandshöchstgehalte gemessen. Besonders positiv fielen weiterhin Biolebensmittel auf. Hier konnten bei den weitaus meisten Proben überhaupt keine Rückstände nachgewiesen werden.

AgE/red


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