Mehr Mut zu Anstand
25. August 2010
Genmais In seiner Funktion als Landtagsabgeordneter hat der agrarpolitische Sprecher der Grünen, Christian Meyer, durchgesetzt, dass die Landesregierung allen Abgeordneten flurstücksgenau die Flächen benennt, auf denen im Frühjahr mit gentechnischen Anteilen verunreinigter Mais ausgesät wurde. Diese Liste hat Meyer im Internet veröffentlicht.
Landvolk-Hauptgeschäftsführer Jörn Johann Dwehus kritisiert in einem Brief an den Landtagsgrünen diese juristisch umstrittene Veröffentlichung. Er weist darauf hin, dass die Betriebe ohne eigenes Verschulden das Saatgut ausgesät haben und den dadurch verursachten Schaden bislang nicht ersetzt bekamen. Bestürzt zeigt sich Dwehus über die Leichtfertigkeit, mit der Meyer vermutet, dass die Landwirte dir amtlich angeordnete Beseitigung des Maissaatgutes unterlassen und damit Schäden für andere Landwirte oder Imker in Kauf genommen hätten. Dem Landwirtschaftsexperten der Grünen sollte bekannt sein, dass auf zahlreichen Flächen inzwischen erneut Mais ausgesät wurde. Ein öffentlicher Aufruf zur Überprüfung für Jedermann könnte die Flächen zur Zielscheibe unerträglicher Selbstjustiz machen, kritisiert Dwehus. Er ermuntert den Agrarexperten der Grünen, in einer Pressemitteilung einmal vor pauschaler Diffamierung von Landwirten zu warnen und wünscht sich auch bei großen Meinungsdifferenzen die Achtung von Anstand und Rechtstaatlichkeit. red
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