Käse schiebt die Ausfuhren an
25. August 2010
Agrarexport Deutschlands Defizit im Außenhandel mit Gütern der Land- und Ernährungswirtschaft hat sich im bisherigen Jahresverlauf leicht verringert. Wie aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, stiegen die Agrarausfuhren von Januar bis Juni 2010 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent auf 24,59 Mrd. Euro. Gleichzeitig erhöhte sich der Wert der Importe lediglich um 3,6 Prozent auf 29,17 Mrd. Euro. Das Außenhandelsdefizit sank damit um fast eine auf 4,58 Mrd. Euro. Damit steuert die deutsche Wirtschaft wieder auf einen Exportwert von mehr als 50 Mrd. Euro im Agrar- und Ernährungsbereich zu. Weil die endgültigen Außenhandelszahlen in der Regel gegenüber den vorläufigen Daten deutlich nach oben korrigiert werden, dürfte diese Marke aller Voraussicht nach klar genommen werden.
Ausschlaggebend für die dynamische Entwicklung im ersten Halbjahr sind die überdurchschnittlichen Zuwachsraten bei den Exporten von Käse, Butter und Frischprodukten. Auf hohem Niveau gefestigt hat sich der Fleischexport, der wertmäßig unterdurchschnittlich wuchs. Zu bedenken ist dabei, dass sich die Exporte an Fleisch und Fleischwaren während der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr relativ stabil gezeigt hatten, andere Sparten wie die Milchwirtschaft dagegen schon wegen des Preisverfalls an den Märkten deutliche Abstriche machen mussten.
Wichtigster Partner Deutschlands blieben die Niederlande, wobei sich Deutschlands Agraraußenhandelsdefizit hier leicht vergrößerte. Deutlich aufgeholt hat Österreich im Agrarhandel über die Alpen. Nahezu ausgeglichen ist der Güteraustausch Deutschlands mit den Italienern. Einbußen mussten hingegen die Franzosen verbuchen. AgE
Artikel Übersicht
