Zwei Säulen sollen bleiben
28. Juli 2010
Beihilfen Die EU-Agrarpolitik soll ihre Zwei-Säulen-Struktur behalten, aber hinausgeführt werden über das bisherige Schema Direktzahlungen sowie Marktmaßnahmen einerseits und ländliche Entwicklung andererseits. Das hat EU-Agrarkommissar Dr. Dacian Cioloş zum Abschluss seiner Konferenz über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik in Aussicht gestellt. Über die Erste Säule sollen die europäischen Landwirte künftig auf Jahresbasis unterstützt werden - für „jährlich quantifizierbare und sichtbare Ergebnisse". Die Zweite Säule soll der Förderung einzelner Branchen und ländlicher Gebiete sowie dem Umweltschutz dienen. Diese Mittel würden wie bisher mehrjährig fließen und an Programme mit klaren Prioritäten gebunden sein .
Zur genauen Aufteilung - beispielsweise ob die Gelder für benachteiligte Gebiete in die Erste Säule rutschen könnten - wollte sich Cioloş vor Journalisten nicht äußern. Er verwies auf die für November erwartete Kommissionsmitteilung, die mehrere Szenarien enthalten werde. Immerhin ließ er durchblicken, eine „faire" Verteilung der Direktzahlungen - orientiert an diversen, bislang ungenannten „objektiven Kriterien" - einer einheitlichen Flächenprämie vorzuziehen.
AgE