Landvolk kritisiert die Ankündigungspraxis des NLWKN
31. Mai 2010
Betretungsrecht Das Vorgehen des NLWKN beim Naturschutz-Monitoring wird vom Landvolk Niedersachsen, Landesbauernverband deutlich kritisiert. Das Landvolk war erst kürzlich von den Kartierungen in Kenntnis gesetzt worden, nachdem die Arbeiten schon begonnen hatten. In einem Schreiben an NLWKN-Direktor Siegfried Popp bemängelt Landvolk-Hauptgeschäftsführer Jörn Johann Dwehus die Art und den Zeitpunkt der Ankündigung als nicht gesetzeskonform und verlangt dafür eine Erklärung. Dwehus weist darin auf die Gefahr von sehr belastenden Auswirkungen von Kartierungen für Grundeigentümer und Bewirtschafter hin. Die gesetzlich erforderliche Ankündigung des Betretens dürfe nicht als Selbstzweck verstanden werden, sondern müsse als Instrument einer offenen Kommunikation und Kooperation des Naturschutzes wahrgenommen werden. Der Landesbauernverband bietet ein Musteranschreiben zum Herunterladen an, mit dem vom NLWKN konkrete Auskünfte über die von den Kartierungen betroffenen Flächen und den jeweiligen Termin verlangt werden sollten. Der Verband begründet dieses unter anderem mit den Folgen, die inzwischen auch außerhalb von Schutzgebieten durch europäisches Naturschutzrecht drohen.
Hartmut Schlepps