Neue Runde, neue Modalitäten
03. März 2010
Foto: landpixel
AFP Das große Interesse niedersächsischer Landwirte am einzelbetrieblichen Förderprogramm des Landes (AFP) erfordert aus Sicht des Landvolkes Niedersachsen eine Überarbeitung der bisherigen Modalitäten. Im Gespräch mit Landwirtschaftsminister Heiner Ehlen hat Landvolkpräsident Werner Hilse jetzt einige Verbesserungsvorschläge für die Antragsrunde 2011 unterbreitet, die sowohl bei den Dialog-runden mit den Ortsvorsitzenden in Wardenburg und Ankum als auch im Vorstand des Verbandes angesprochen wurden.
Diskussionswürdig sind danach sowohl die Ober- und Untergrenzen der Förderung, die derzeit bei 20.000 Euro beginnt und bei 1,5 Mio. Euro ein Limit setzt. Hilse regte gegenüber Ehlen ein Anheben der Einstiegsschwelle und ein geringeres Limit an. Mit Blick auf die zunehmenden Schwankungen der Gewinne hält der Verband die Wirtschaftlichkeitsprüfung durch Vorlage von drei Bilanzen aus fünf Jahren für angemessen. Wie das Ministerium hält auch das Landvolk eine Überprüfung des bisherigen Punktesystems für erforderlich (siehe LAND & Forst Nr. 5, Seite 15). Beispielsweise darf die Nachrüstung von Ställen mit Melkrobotern nicht am Rating scheitern. Die aktuell nicht zum Zuge gekommenen Milchviehhalter sollten dabei über einen Bonuspunkt bei der nächsten Antragsrunde ihr Punktsystem verbessern können. Zudem regt der Verband eine Stärkung des Ackerbaues im AFP an. So sollten z.B. Kartoffellagerhallen mit Kisten als eine Einheit gewertet und damit die förderfähige Investitionssumme nicht nur auf die Halle bezogen werden.
Diese Anregungen will das Landvolk gemeinsam mit dem Ministerium, Landwirtschaftskammer, Baubetreuern und Banken im agrarstrukturellen Arbeitskreis zu neuen Antragsformalitäten ausformulieren.
Br