gemeinsam stark

Jagdgesetz überarbeiten

01. Februar 2018

Foto: Landvolk

Austausch Die von zahlreichen Jagdgenossenschaften angestrengten Normenkontrollklagen gegen die noch von der alten Landesregierung erlassene Verkürzung der Jagdzeiten könnten sich möglicherweise erledigen, sollte es zu einer akzeptablen Lösung für alle Beteiligten kommen. Das kündigte der Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) nach einem Gespräch mit Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast an.

Nach Angaben des ZJEN diskutierte die Verbandsspitze mit der Ministerin über die aktuelle Lage bei der Afrikanischen Schweinepest sowie die stark zunehmenden Schäden durch Nutria. ZJEN-Präsident Heiner Ehlen begrüßte das konsequente Vorgehen der Landesregierung zur Verringerung der Schwarzwildbestände. Aus Ehlens Sicht steht die schnelle Novellierung des Landesjagdgesetzes an, um im ASP-Fall das notwendige Instrumentarium zur Schwarzwildbejagung und die Regelung der Jagd in Sperrbezirken parat zu haben. Weiterhin solle die Nutria-Bejagung, unter anderem durch die Aufhebung des Elterntierschutzes, erleichtert sowie das Schalldämpferverbot gestrichen werden.

Ministerin Otte-Kinast kündigte laut ZJEN an, in einem zweiten Schritt die Jagdzeiten insbesondere auf Wasserfederwild prüfen und nach Möglichkeit wieder ausweiten zu wollen. Außerdem werde sie im Stiftungsrat der vom ZJEN gegründeten Stiftung Kulturlandpflege mitwirken. Damit würde sie die Tradition aufgreifen, nach der seit Gründung der Stiftung der amtierende Landwirtschaftsminister durch seine Mitgliedschaft im Stiftungsrat die Anliegen der Stiftung unterstützt. Bisher hatte es lediglich Minister Meyer abgelehnt, in dieser Position tätig zu werden.
PI/red

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