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Kritik führt zu Verunsicherung

23. März 2017

Foto: Landvolk

Celle Die Kreisverbandsversammlung des Landvolkes Celle war geprägt durch den Vortrag „Tierwohl – Herausforderung für Tierhalter“ von Dr. Lars Schrader, Leiter des Friedrich-Loeffler-Instituts für Tierschutz und Tierhaltung. Daran schloss sich eine lebhafte Diskussion unter den 150 Gästen in Garßen an.

„Können Sie mir sagen, welche Stallsysteme in 20 Jahren noch unter Tierwohl-Gesichtspunkten gewünscht und zulässig sind?“, fragte ein Schüler der Albrecht-Thaer-Schule. Die Aspekte Umsetzbarkeit im Betrieb und Finanzierbarkeit standen mehrfach im Fokus. Landwirte sähen sich nicht als „Versuchskaninchen“ von Politik und Gesellschaft, so der Tenor.

Dr. Lars Schrader ging auf das Tierwohl. Gesellschaftliche Ansprüche, Machbarkeit im landwirtschaftlichen Betrieb und mangelnde Entlohnung am Markt seien schwer unter einen Hut zu bringen. Er verdeutlichte, dass in vielen Bereichen geforscht werde, um die Haltungssysteme für die Tiere weiter zu verbessern. Hier werde intensiv nach praktisch anwendbaren Lösungen gesucht. „Gleichwohl ist der Qualitätsstandard für Fleisch auf der Welt nirgendwo besser als in Deutschland“, betonte er.

Landvolk-Vorsitzender Jürgen Mente ehrte Hans-Heinrich Gudehus aus Hambühren, den ehemaligen Vorsitzenden der Fortstbetriebsgemeinschaft Celler Land, für sein jahrzehntelanges Engagement um die forstlichen Belange in der Südheide, und Dr. Heinz-Eckhardt Plieth, Abteilungsleiter und Lehrer an der Albrecht-Thaer-Schule Celle, der mehrere Generationen Landwirte ausgebildet und zur Reputation der Schule beigetragen habe. Beide wurden mit der silbernen Ehrennadel des Landvolkkreisverbandes Celle ausgezeichnet.
red

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