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Göttinger Agrarstudenten kritisieren ihren "Prof"

26. Januar 2017

Foto: Landvolk

Hofkontrollen Knackevoll war der Hörsaal, in dem sich am Montagnachmittag die Fachschaft der Göttinger Agrarstudenten mit Prof. Dr. Achim Spiller traf. Anlass war ein Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 13. Januar. Darin hatten Spiller und eine Mitarbeiterin festgestellt, dass zwar die Tierschutzvorschriften strenger geworden seien, ihre Einhaltung aber ungenügend überwacht würde. Als Lösung schlugen sie vor, Tierhalter häufiger und gegebenenfalls auch verdeckt zu kontrollieren, um Verstößen gegen geltendes Recht auf die Spur zu kommen.

Der Beitrag sorgte in der Branche für Aufsehen und Empörung. Umgehend verwahrte sich die QS GmbH gegen Vorwürfe, unzureichend zu kontrollieren. Die Studentische Fachschaft Agrarwissenschaften der Uni Göttingen verfasste einen Brief an ihren „Prof“, in dem sie auf zwei Seiten begründete, warum der Artikel „Tierhalter härter kontrollieren“ für Bestürzung unter den Studenten gesorgt habe. Prof. Spiller gab in der Diskussion mit ihnen zu bedenken, dass einige seiner Aussagen in dem Beitrag unglücklich verkürzt worden seien. Grundsätzlich stehe er jedoch dazu, dass das Kon­trollsystem in der Tierhaltung nicht ausreiche. Auf den Vorwurf, er würde die Landwirtschaft in ein schlechtes Licht rücken, entgegnete der Agrarmarketingexperte, er sei nicht zuerst der Landwirtschaft, sondern der Wissenschaft verpflichtet.
red

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